Neues Jahr, Neue Gesetze: Von Versicherung bis Elektroauto

Neues Jahr, Neue Gesetze
Kleinvieh macht auch Mist

Von Versicherung bis Elektroauto

VERSICHERUNGEN: Obwohl das Gesetz Mitte Dezember an der letzten parlamentarischen Hürde, am Bundesrat, hängenblieb, wollen die Versicherungen ungeachtet dessen vom 21. Dezember an nur noch sogenannte Unisex-Tarife anbieten. Damit ist dann Schluss mit der vom Europäischen Gerichtshof beanstandeten Geschlechterdiskriminierung. Teurer wird es für Männer bei der Alters- und Berufsunfähigkeitsvorsorge, für Frauen bei Risikoversicherungen. Bisher wurden diese Tarife nach Geschlecht differenziert. Bei Unisex-Tarifen zahlen Männer und Frauen für die gleiche Versicherung den gleichen Preis.

MINI-JOBBER: Nebenher Geld zu verdienen, wird ab 2013 attraktiver: Die rund 7,2 Millionen Mini-Jobber dürfen erstmals seit zehn Jahren monatlich 50 Euro mehr nach Hause bringen. Aus dem 400- wird ein 450-Euro-Job, auf Wunsch auch weiterhin brutto für netto auf die Hand. Die neue Zubrot-Grenze dürfte vielen Bürgern etwas mehr finanziellen Spielraum bringen. Sie können ab 1. Januar mehr arbeiten oder in anderen Jobs noch dazuverdienen. Ganz gleich, ob sie Arbeitnehmer mit regulärem Hauptberuf sind, Beamte, Hausfrauen, Selbstständige, Studenten, Schüler oder Rentner. Auch die Verdienstgrenze für Midi-Jobber steigt, von 800 auf 850 Euro.

WEHRSOLD: Der Grundwehrsold beim freiwilligen Wehrdienst und das Taschengeld für den Bundesfreiwilligendienst bleiben steuerfrei. Steuerpflichtig werden bei Dienstverhältnissen ab 1. Januar 2013 unter anderem der Wehrdienstzuschlag, besondere Zuwendungen sowie unentgeltliche Unterkunft und Verpflegung. Erstmals steuerfrei gestellt sind Geldbezüge bei anderen Diensten, für die es auch Kindergeld gibt (z.B. freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr). Die Regelung ist Teil des Jahressteuergesetzes.

LOHNSTEUER-FREIBETRÄGE: Als Vereinfachung für Arbeitnehmer erlaubt die Finanzverwaltung auf Antrag, Lohnsteuer-Freibeträge künftig (spätestens ab Kalenderjahr 2015) auf zwei Kalenderjahre zu verlängern. Ein jährlicher Antrag auf Lohnsteuer-Ermäßigung beim Finanzamt kann damit entfallen. Auch dieser Punkt ist Teil des Jahressteuergesetzes 2013.

ELEKTROAUTOS: Reine Elektrofahrzeuge einschließlich Brennstoffzellenfahrzeugen mit Erstzulassung vom 18. Mai 2011 bis 31. Dezember 2015 werden für zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Weitere Steueranreize gibt es für Elektroautos als Dienstwagen. Gehört ebenfalls zum Jahressteuergesetz 2013.

RUNDFUNKGEBÜHR: Sie wird komplett nach dem Prinzip "Eine Wohnung, ein Beitrag" umgestellt. Die Zahl der Fernseh- und Radiogeräte oder die Zahl der Mitbewohner spielt keine Rolle mehr. Die Rundfunkabgabe von - wie bisher - 17,98 Euro im Monat wird also gleichermaßen fällig für Singles, Großfamilien oder eine WG. Hintergrund der Umstellung ist, dass öffentlich-rechtliche Radio- und TV-Sender via Smartphone und Laptop inzwischen überall empfangbar sind, immer mehr Bürger ihre Radio- und Fernsehgeräte zu Hause abmeldeten, was die Einnahmen aus der Rundfunkgebühr schmelzen ließ. Die Abgabe soll dies nun stoppen.

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