Neues Logo
FDP meets Telekom

Die FDP gibt sich ein neues Logo: Ein Magenta – das stark an die Markenfarbe der Deutschen Telekom erinnert – ergänzt das Farbenspiel aus Gelb und Blau. Ob das reicht, die Liberalen in die Erfolgsspur zu führen?
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DüsseldorfDie Deutsche Telekom hat sich Magenta zu eigen gemacht. Das helle Purpur wurde erfolgreich zur Markenfarbe. 39552630.2 lautet die offizielle Registriernummer als Farbmarke. Einst fuhren Jan Ullrich und Mitstreiter in Magenta für die Telekom um den Sieg bei der Tour de France, inzwischen ist Magenta sogar zum Produktnamen der Telekom geworden.

Von solchen Höhenflügen mag auf die FDP träumen, die auf politischer Bühne aktuell im Abstiegskampf steckt. Aus dem Bundestag geflogen, in mehreren Landtagswahlen gescheitert – die Liberalen befinden sich im freien Fall. In der Not kam der Partei die Idee, die etablierten Farben Gelb und Blau um Magenta zu ergänzen.

So kommentiert der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki die überarbeiteten Parteifarben: „Gelegentlich muss man mal die Tapeten wieder neu streichen oder überkleben, um festzustellen, in was für einer tollen Wohnung man lebt“, sagt er im ZDF-„Morgenmagazin“.

Ein farblicher Stimmungsaufheller in trostlosen Zeiten. Beim Dreikönigstreffen in Stuttgart will Parteichef Christian Lindner den Umschwung einläuten. Neben dem neuen Logo hat er eine impulsive Rede angekündigt. Die nächste Wahl in Hamburg hat er schon im vergangenen Spätsommer zur Schicksalswahl erklärt. Sieben Prozent war das Wahlziel von Spitzenkandidatin Katja Suding, Umfragen sehen sie bei zwei bis drei Prozent. Interne Querelen lähmen den Landesverband.

Außerdem fehlt es an Botschaften, die sich verfangen. Das Spiel mit den Farben allein wird nicht reichen, um in die Bürgerschaft einzuziehen. Zumal Magenta der Telekom auch nicht nur Erfolg gebracht hat – siehe Börsengang.

Kommentare zu " Neues Logo: FDP meets Telekom"

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  • Die FDP brauct keine neue Farbe, sie braucht eine grundsätzlich neue Ausrichtung.

    Als Ex-FDP-Stammwähler sage ich:

    Mit dem Abnicken des ESM und der Zustimmung zu TTIP hat die FDP jegliche Exisenzberechtigung verloren. Es wäre gut, wenn diese Partei endgültig verschwinden würde.

  • das Argument mit Mövenpick ist Schwachsinn - alle Parteien erhalten Spenden von Firmen - nach der Abwrackprämie haben SPD und CDU Großspenden aus der Automobilindustrie erhalten, nach der Energiewende die Grünen von den Solar- und Windradfirmen.

    ALLE Parteien haben dies so gemacht, nur dass damals nicht oder nur wenig darüber berichtet wurde.

  • Die derzeitige Bundesregierung macht in vielen Bereichen eine fehlgesteuerte Politik - Rente mit 63, die niemand bezahlen kann, Wirtschafts- und Steuerpolitik. Es gibt genug Themen, bei denen eine breite Mehrheit der Bevölkerung dagegen ist. Wenn andere aktuelle Themen verschwinden und die Wirtschaft nicht mehr so gut läuft, werden die Werte der FDP deutlich steigen.

    Der Vergleich mit der Telekom ist Schwachsinn.

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