Neues Projekt

Bundesregierung wirbt in Indien und Südostasien um Fachkräfte

Das Wirtschaftsministerium und die Entwicklungshilfeorganisation GIZ wollen mit einem neuen Projekt Fachkräfte nach Deutschland locken. Schwerpunkt sind die Fächer Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik.
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Indische Programmierer in Bangalore. Quelle: ap

Indische Programmierer in Bangalore.

(Foto: ap)

BerlinDie Bundesregierung will mit lokalen Beratern in Indien, Indonesien und Vietnam Arbeitskräfte aus den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) für die Arbeit in Deutschland gewinnen. „Die Berater informieren und beraten interessierte Fachkräfte und unterstützen sie bei der Arbeitssuche“, heißt es dazu in einem Papier des Wirtschaftsministeriums, das dem Handelsblatt vorliegt. Dabei sollen Fachkräfte im Fokus stehen, „die eine internationale Karriere im Blick haben, sich aber bisher noch nicht mit einer Zuwanderung nach Deutschland“ befasst haben, heißt es dort weiter. Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) und die Vorstandssprecherin der bundeseigenen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ), Tanja Gönner, wollen das Projekt am Freitag vorstellen. Die lokalen Berater sollen in den Büros der GIZ in den drei Ländern arbeiten.

In dem Papier wird auf drohenden Fachkräftemangel in Deutschland verwiesen: Bereits 2025 werde das Erwerbspersonenpotenzial aus demografischen Gründen um über sechs Millionen Menschen zurückgehen. Um die sich abzeichnende Lücke zu schließen, bedürfe es „neben der Hebung aller inländischer Potenziale einer Zuwanderung von mehr als 200 000 Fachkräften jährlich“, heißt es in dem Papier.

Bei den lokalen Beratern wird es sich nach Informationen aus dem Wirtschaftsministerium um „Fachkräfte mit Deutschlandbezug“ handeln. Sie haben demnach über einen längeren Zeitraum in Deutschland gearbeitet oder studiert. „Vor allem ihre Sprach- und Landeskenntnisse sowie ihre interkulturelle Kompetenz sind ein wichtiger Vorteil für eine gelungene Umsetzung“, heißt es im Ministerium. Die Berater könnten Interessenten ein „authentisches Deutschlandbild“ vermitteln.

Die Bundesregierung hat zuletzt die Zuwanderungsregeln für ausländische Fachkräfte gelockert und damit eine Forderung der Wirtschaft erfüllt. Mit der Einführung der „Blauen Karte“ im August 2012 wurden die Gehaltsgrenzen gesenkt: Wenn Fachkräfte ein konkretes Arbeitsplatzangebot nachweisen können, reicht ein jährliches Bruttogehalt von 44.800 Euro für die Erteilung eines Visums aus. Für Fachkräfte aus den MINT-Bereichen sowie für Ärztinnen und Ärzte gilt eine Gehaltsgrenze von knapp 35.000 Euro. Außerdem wurden im April die Möglichkeiten zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen verbessert.

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18 Kommentare zu "Neues Projekt: Bundesregierung wirbt in Indien und Südostasien um Fachkräfte"

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  • In dem Papier wird auf drohenden Fachkräftemangel in Deutschland verwiesen: Bereits 2025 werde das Erwerbspersonenpotenzial aus demografischen Gründen um über sechs Millionen Menschen zurückgehen.

    Um 2025 einen eventuellen Fachkräftemangel vorzubeugen, müssen heute Fachkräfte im Ausland angeworben werden.
    Diese Aussage ist völlig unlogisch, wenn nicht sogar verlogen.
    Auf dem IT Arbeitsmarkt ist in D ein großes Überangebot vorhanden, oftmals AN um die 50. Oder eine Abteilung wird an Subs ausgelagert und der Lohn halbiert sich, trotz Wochenendarbeit und Nachtarbeit. Alles kein Einzelfall und aus eigener Erfahrung im Bekantenkreis.

    Diese Handlungsweise dient nur einem Zweck:
    Die Löhne sollen kräftig gedrückt werden!

    Schönen Tag noch.

  • Als Unternehmen findet man in Vietnam keine Fachkraefte. Das Bildungsniveau ist erschrecken niedrig. Deutsche Frimen müssen hier massiv trainieren um ueberhaupt einen funktionierenden Betrieb aufzubauen. Soviel Dummheit Seitens deutscher Regierung ist unfassbar. Geldverschwendung . Dann können Sie auchbversuchen mit dem Geld Langzeit Alo aus dem Bau auf einen Arztnumzuschulen.

  • Puaaah...zum Glück wird diese Rechnung nicht aufgehen. Kein Schwein will nach Deutschland. Die Sprache ist SCHWER, Viele regionale teilweise STARKE Dialekte und eine Bevölkerung die kein Hochdeutsch spricht. Die Gehälter sind viel niedriger als in englischsprachigen Ländern....

    hehehe, das wird nicht klappen, liebe Bundesregierung. Warum bildet ihr einfach Deutsche nicht besser auf und schickt sie auf eine intensive Nachschulung ? Aber bitte gleich mit guter Bezahlung !

    Irgendwann werden einfach die Trottels in Deutschland ausgehen, die für wenig Lohn viel arbeiten und sich ausbeuten lassen. Dann ist Schicht im Schacht und das Scheißblöde Wirtschaftswachstum ist zu Ende --> und damit der ganze KACK Euro, hehehehe

  • quaksalbe(R)

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  • Warum bemüht man sich nicht um uns kulturell nahestehende Fachkräfte aus dem Irak oder aus Syrien? Im Gegenzug sollte man andere nicht ganz so bereichernde Fachkräfte in ihre Heimat entlassen, so wie es das Anwerbeabkommen ja auch vorsieht.

  • Wie sollten auch ein paar religioese Gepflogenheiten uebernehmen: Sati. Wenn der Parteivositzende stirbt, dann verbrennen wir die gesamte Fraktion auf dem Scheiterhaufen mit.

  • Ich arbeite bei einem großen Deutschen DAX-Konzern, der erst kürzlich einen großen Teil seiner IT ausgelagert hat. Die Erfahrungen, welche ich mit Offshore Kollegen gemacht habe, sind ganz unterschiedlich. Kultur ist eine Sache, die andere ist die Art und Weise, wie einem in solchen Konstellationen vorgegeben wird, miteinander zu arbeiten. An dieser Stelle funktioniert es häufig nicht, da starre Modelle und organisierte Verantwortungslosigkeit in die Sackgasse führen. Dafür sind aber nicht "die Inder", sondern die höheren Management-Ebenen samt Berater-Anhang verantwortlich. Der Kollege in Bangalore am anderen Ende der Leitung ist genau so ein armer Tropf wie man selbst.

  • Koennen wir nicht erst einmal unseren Politiker-Fachkraeftemangel durch Anwerbungen aus Indien und Suedostasien entgegensteuern? Das kann dadurch eigentlich nur besser werden...

  • @Charly: Home-office in Indien, der Kaufkraft wegen!

  • Hatten wir doch schon mal, ich glaube 1992 herum war es.
    Kurzfristig hatten massenhaft Inder die Deutsche Bahn überschwemmt.
    Überall sassen sie mit ihren Laptops rum.

    Wo sind sie denn geblieben?

    Inder sind in Europa von wenigen Ausnahmen abgesehen gar nicht integrationsfähig. Eine völlig andere Kultur.

    Welche Projekte sollen denn mit denen gemacht werden.
    Die kapseln sich ab und andersherum ist es auch so.

    Nach kurzer Zeit war der Spuk damals wieder zu Ende.

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