Neujahrsansprache

Merkel warnt vor schwierigen Zeiten

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Bürger auf wirtschaftlich schwierige Zeiten eingestimmt. 2010 werde ein entscheidendes Jahr für Deutschland werden, sagte die CDU-Politikerin. Ein historischer Vergleich soll Mut machen.
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Bundeskanzlerin Angela Merkel bereitet die Deutschen auf das kommende Jahr 2010 vor. Foto: Reuters Quelle: ap

Bundeskanzlerin Angela Merkel bereitet die Deutschen auf das kommende Jahr 2010 vor. Foto: Reuters

(Foto: ap)

BERLIN. "Wir können nicht erwarten, dass der Wirtschaftseinbruch schnell wieder vorbei ist", sagte sie in ihrer am Mittwoch vorab veröffentlichten Neujahrsansprache. "Manches wird gerade im neuen Jahr erst noch schwieriger, bevor es wieder besser werden kann." Das vergangene Jahr habe im Zeichen "der größten weltweiten Finanzkrise unserer Zeit" gestanden. "2010 wird sich entscheiden, wie wir aus dieser Krise herauskommen."

Merkel stellte die Bewältigung der Wirtschaftskrise und Anstrengungen für den Klimaschutz in den Mittelpunkt ihrer Rede. Sie dankte auch deutschen Soldaten, Polizisten und Aufbauhelfern im Ausland, insbesondere in Afghanistan, für ihren Einsatz. "Die Bundesregierung weiß um die Härte und die Gefährlichkeit ihres Auftrags." Dieser Auftrag bleibe bedeutend für uns alle: "Sicherheit und Stabilität in Afghanistan so zu schaffen, dass von dort nie wieder Gefahr für unsere Sicherheit und unser Wohlergehen ausgeht." Merkel fügte hinzu: "Politisch müssen und werden wir die Bedingungen schaffen, damit die Verantwortung in den nächsten Jahren Schritt für Schritt an die Afghanen übergeben werden kann. Genau dazu dient die Afghanistan-Konferenz Ende Januar in London."

Merkel erinnerte auch an den Fall der Berliner Mauer vor 20 Jahren. "Ohne den Mauerfall wäre mein Leben wie das aller DDR-Bürger völlig anders verlaufen", sagte sie. Es sei die Kraft der damals gewonnenen Freiheit, "die uns heute Mut für das neue Jahr und das nächste Jahrzehnt machen kann".

2010 "beginnt ein neues Jahrzehnt, in dem sich vieles für unser Land entscheiden wird", sagte Merkel. Dazu gehöre "wie wir Gerechtigkeit und Menschlichkeit in einer Welt schützen, die Unrecht, Gewalt und Krieg nicht völlig zu bannen vermag". Es entscheide sich auch, "wie wir die schwerste Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland überwinden und in Verantwortung für die nächsten Generationen die Staatsfinanzen sanieren". Als weitere Aufgaben nannte Merkel, "wie wir als Gesellschaft nach Zahlen zwar älter und weniger werden, aber offen und im Geist jung bleiben und wie wir unseren Wohlstand erhalten, indem wir unsere Art zu leben und zu wirtschaften ändern".

Deutschland könne "mit guten Gründen hoffen", dass es stärker aus der Krise hervorgehen werde als hinein, "dass sich eine solche Krise nie mehr wiederholt". Auf den Finanzmärkten müssten neue Regeln eingeführt werden, "die das Zusammenballen von Maßlosigkeit und Verantwortungslosigkeit in Zukunft rechtzeitig verhindern". Politik und Wirtschaft müssten sich in den kommenden Monaten vor allem auch um die Sicherung der Arbeitsplätze kümmern.

Die weltweite Krise dürfe aber nicht als Ausrede dafür dienen, andere Herausforderungen der Menschheit wie den Umweltschutz in den Hintergrund zu drängen, sagte Merkel. "Davon dürfen wir uns auch durch Rückschläge wie den der Klimakonferenz in Kopenhagen nicht beirren lassen." Deutschland werde das nicht tun, sondern biete an, über die in Europa vereinbarten CO2-Minderungsziele noch hinauszugehen.

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8 Kommentare zu "Neujahrsansprache: Merkel warnt vor schwierigen Zeiten"

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  • es scheint fast, als ob der letzte politische erfolg 20 jahre zurückliegt - frau merkel scheint mehr zurück als nach vorn zu blicken.
    die begründung für den einsatz in afganisthan bleibt wage und unklar und die nun schon oft gehörte behauptung deutschland käme gestärkt aus der krise ist lächerlich - mit noch mehr schulden, einer kleinergeschrumpften wirtschaft und zurückgegangenen beschäftigung dafür aber mit mehr asylanten, mit bleiberecht ausgestatteten und harz iV empfängern und .....mehr denkmälern für alle möglichen minderheiten. was denkt sich frau merkel eigentlich bei ihren sonntagsreden?

  • Willkommen im Überwachungsstaat 2010. Mit E.L.E.N.A
    wird endlich der Wunsch erfüllt den bürger noch mehr zu überwachen. Alle Daten Gehalt,Abmahnungen, Krankheitstage, Streikwilligkeit der 40 Millionen Arbeitnehmer müssen von Arbeitgebern an den Staat übermittelt werden. Der Freiheitsanspruch der Liberalen, kann man nur noch mit einem Freitod vergleichen. Jeder beamte selbst mit Sonderschulabschluss, weiss mit einem Klick auf seinen Computer wenn er vor sich hat.Heute am ersten Tag im Jahr 2010 muss sich dagegen der Widerstand bilden oder die Staatssicherheit wird jegliche Freiheit erheblich einschränken. Wenn sie
    im neuen Jahr kein Arbeitslosengeld bekommen, dann
    vermutlich weil sie vielleicht zu viele Abmahnungen
    ihrer Firma haben und ihren Arbeitsplatz dadurch vernichtet haben.

  • Diese Kanzlerin ist ohne Esprit und ohne jede strategische Entwicklungsrichtung.

    Sie macht lieber dem Ackermann die Party und biederd sich der verlogenen Finanzindustrie mit jüdischer Repression an.

    Die FDP und Westerwelle sonnen sich noch im erreichten Mitregieren. Schade für 2009 und schade für 2010. Deutschland wird mit der untergegangen DDR und dem sich destabilsierenden EURO der Mittelmeerländer und der Osteuropäer ruiniert.


  • Was ein Knaller, nichts ist so, wie es scheint!
    Ein Volk von Abzockern, Arbeitslosen, korrupten und unfähigen Politikern oder Managern, Groß- und Kleinkapitalisten, Steuerhinterziehern, Amokläufern, Drogensüchtigen, Schwarzarbeitern, Rasern, Versicherungsbetrügern, Falschparkern, Kassendränglern und was einem noch so einfallen mag, schimpft grundsätzlich über das, was es selber verzapft. Sensationell!
    Das wir wieder mehr Rücksicht auf unsere Mitmenschen nehmen, eine Gemeinschaft praktizieren in der Werte vermittelt werden und nicht das iCH oder das „GRÖSSER, WEiTER, SCHNELLER“ im Vordergrund steht, dass müssen wir leben (oder lernen?). Denn das sind Grundlagen für eine zufriedene und funktionierende Gemeinschaft. Und nicht eine Kanzlerin, die es allen Menschen Recht macht. Das geht nicht Leute. Fangt bei euch an, und die Welt wird gleich ein bisschen ehrlicher und besser.
    Was die Zukunft wohl bringt, wer kann das schon wissen?

    Guten Rutsch ins Krisenjahr 2010, denn leben wir in diesem Land nicht pausenlos in irgendeiner Krise?


  • Wenn man diese Ansprache hört, könnte man vordergründig der Meinung sein, daß wir von der richtigen Kanzlerin regiert werden. Analysiert man aber, wie Sie sich politisch verhält und welche Stellungnahmen Sie zu manchen Themenfeldern abgibt, können einem doch Zweifel kommen, ob Sie wirklich die Kanzlerin aller Deutschen ist oder nur die Statthalterin-bewahrerin von sozialer Ungerechtigkeit und ungleicher Vermögensverteilung in unserem Land. Welche Klientelpolitik Sie eigentlich vertritt, erkennt man z.b. an der Tatsache, daß Sie gegen einen flächendeckenden Mindestlohn ist, trotz der nachgewiesenen großen Ungleichgewichtigkeit der Vermögensverteilung gegen die Wiedereinführung der Vermögensteuer und nicht zuletzt schon im vorrauseilenden Gehorsam vor wem auch immer, wegen angeblicher Verfassungswidrigkeit sich gegen die 50% besteuerung von ungerechtfertigten bankerboni positioniert hat, ohne dies ersteinmal rechtlich überprüfen zu lassen.
    Statt die Umverteilung von untern nach oben, auch mit einer solchen Ansprache weiter zu manifestieren, sollte eine Kanzlerin "ALLER" Deutschen vielmehr Wege aufzeigen, wie in Zukunft unsere Welt, auch in unserem Land der bRD , in Zukunft für ALLE ein Stück weit gerechter werden könnte. ich wünsche mir fürs neue Jahr, daß sich die Kanzlerin besinnt und natürlich abschließend Allen ein gesundes,glückliches und erfolgreiches Jahr 2010.
    Axel Volker von Juterzenka
    http://www.thenewsociety.de

  • Frau Merkel ist die Hoffnungslosigkeit in Person. Sie steuert das Schiff direkt auf die Klippen und warnt uns vor dem Aus. Toll!
    Gibt es niemanden in dieser Republik, der ihr den Unterschied zwischen Geld und Falschgeld erklärt? Weshalb sagt ihr keiner, daß Geld aus Arbeit entsteht und es ihre Aufgabe ist, Arbeit zu generieren.
    Kostenträger einer infrastrukturmaßnahme muß nicht zwangsläufig der Staat sein; siehe Eisenbahnen in den Gründerjahren. Der Staat muß aber Großinvestitionen zulassen.
    bei einer zusätzlichen investition in das Verkehrswesen in Höhe von 100 Mrd.Euro jährlich würden zusätzliche Arbeitsplätze entstehen und es wären weniger Arbeitslose fürs Nichtstun zu versorgen. Zusätzlich würde der Staat die Hälfte der investitionssumme an Steuern einnehmen und die Sozialkassen entlasten. Eine Verbesserung der Verkehrswege bedeutet weniger staubedingte Produktionsausfälle und vor allem weniger Unfallschäden an Personen und Sachen.
    So entsteht Vertrauen in die Zukunft.
    in diesem Sinne wünsche ich allen ein frohes Neues Jahr.
    http://www.bps-niedenstein.de/

  • Mir wird schlecht wenn ich unsere korrupte und verlogene Kanzlerin sehen oder hören muss.
    Die meisten Menschen aber finden ihre Lügen auch noch gut.
    Dumme Schafe.....

  • Ob Merkelchen den Mist, den sie dort verzapft, selber glaubt? - Als erste Kriegs-Kanzlerin wartet sie mit Lob auf. - ihre Rede hätte sie besser im Tarnanzug mit dem Kopf aus einem Leo ii gehalten. Dann haben wir wenigstens was zu lachen. Den gesalbten Schrott glaubt sowieso keiner. Aber ablenken von der im nächsten Jahr eingeleiteten wundersamen Geldvermehrung kriegt Lispel-Angie ja hin: Endlich werden wir in 2010 viele viele schöne neue Euroscheinchen in die Hand bekommen. Juchu! (Ob denn 14 Gelddruckautomaten, im Eilauftrag bei Ruhlamat/Marksuhl bestellt, reichen werden?;so viele waren es ja noch nie.)Der Wert der Scheinchen könnte ein bisschen leiden. Na ja, Schwund gibts immer! in die Globalszenerie paßts ja. Der große Friedensstifter in Amerika stimmt uns ja schon mächtig für den nächsten Krieg im Jemen ein. Wieder so ein Krieg, den keine Sau gewinnen kann. Derweil wird eine Wirtschaftskrise mit Steuererleichterungen für die deutsche Hotelerie bekämpft. Dabei weiß es doch jeder: Kleine Sünden bestraft der liebe Gott. Was ein Sumpf. Unsere Regierungstruppe unter Merkel lösen bei mir je nach Person Lachsalven oder Tränenausbrüche aus.

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