Neuregelung
Bundestag verabschiedet Wohngelderhöhung

Erstmals seit 2001 wird das Wohngeld für Geringverdiener und Rentner wieder kräftig erhöht. Die Mehrkosten der Reform teilen sich Bund und Länder.

HB BERLIN. Der Bundestag billigte am Freitag mit den Stimmen von CDU/CSU und SPD eine Anhebung der Zahlungen um rund 60 Prozent zum 1. Januar 2009.

Wohngeldempfänger erhielten dann im Durchschnitt monatlich rund 140 Euro statt derzeit 90 Euro, sagte Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee. „Das ist ein deutlicher Zuwachs in den Portemonnaies der Bürger.“ Etwa 800 000 Haushalte würden durch die Neuregelung bessergestellt, davon etwa 300



000 Rentner.

Erstmals werden auch die Heizkosten mit einem Pauschalbetrag von 50 Cent pro Quadratmeter berücksichtigt. Seit der letzten Neuregelung im Jahr 2001 seien die Heizkosten um etwa 50 Prozent gestiegen, sagte Tiefensee.

Die Mehrkosten der Reform von 520 Millionen Euro teilen sich Bund und Länder je zur Hälfte. Der Bundesrat muss noch zustimmen. Die Länderkammer will sich am 23. Mai damit befassen.

Tiefensee ging davon aus, dass durch die Reform etwa 70 000 Haushalte mit 150 000 Kindern aus dem Hartz-IV-Bezug zum Wohngeld wechseln. Familien mit geringem Einkommen sollen auch von der Ausweitung des Kinderzuschlages profitieren, die im Laufe des Jahres beschlossen werden soll.

Der Kinderzuschlag von bis zu 140 Euro im Monat soll bereits bei niedrigeren Einkommen als bisher gezahlt werden und verhindern, dass Eltern nur aufgrund ihrer Kinder Hartz-IV-Leistungen beantragen müssen.

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