Neustart der Bauarbeiten
Bahn geht bei Stuttgart 21 auf Konfrontationskurs

Aus Kostengründen verzichtet die baden-württembergische Regierung darauf, einen Baustopp für Stuttgart 21 zu beantragen. Doch mit der Hoffnung auf eine freiwillige Pause beißen die Politiker bei der Bahn auf Granit.
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StuttgartDie Deutsche Bahn will das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 nach einer zweimonatigen Unterbrechung weiterbauen. „Damit ist klar, dass wir in der kommenden Woche anfangen“, sagte Bahn-Vorstand Volker Kefer am Freitag in Stuttgart nach einer Sitzung des Lenkungsausschusses von Bahn und baden-württembergischer Landesregierung. Das Land habe keinen Baustopp beantragt und sei nicht auf einen Kompromissvorschlag eingegangen, bis zur Vorlage des Belastungstestes zu warten. Die Bahn lege Wert darauf, keine unumkehrbaren Fakten schaffen zu wollen. Das Projekt werde langsam wieder hochgefahren.

Die Regierung habe nur ihre „Erwartung“ geäußert, dass der Baustopp bis zur Veröffentlichung des Stresstests verlängert wird, sagte ein Sprecher der Landesregierung in Stuttgart. „Ein Antrag hätte bedeutet, dass das Land sich an den Kosten hätte beteiligen müssen“, erläuterte er. „Bei einer Forderung hätten wir zahlen müssen.“

Landesverkehrsminister Winfried Hermann äußerte Unverständnis am Vorgehen des Unternehmens. „Es ist einfach nicht nachvollziehbar, dass die Bahn den Druck so erhöht hat“, sagte der Grünen-Politiker. Die Bahn habe pro Monat Verzögerung 56 Millionen Euro verlangt. Dazu kämen 30 Millionen Verzugszinsen an die Stadt Stuttgart. Eine Aussetzung der Bauarbeiten bis zur geplanten Volksabstimmung im Oktober würde über 400 Millionen Euro kosten. Frühere Berechnungen seien von 150 Millionen Euro ausgegangen. Der Stuttgarter Hauptbahnhof soll für derzeit 4,1 Milliarden Euro bis Ende 2019 von einem 16-gleisigen Kopfbahnhof in einen achtgleisigen Durchgangsbahnhof mit kilometerlangen Tunnelstrecken umgebaut werden. Seit mehr als einem Jahr gibt es in Stuttgart heftige Proteste gegen dieses Projekt.

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  • An die Herren von der Dumpfbackenfraktion "Knüppel in die Fresse"

    Wenn Sie die Schlichtungsgespräche verfolgt hätten, dann wüßten Sie, daß die Kosten krimmineller Weise nach unten gelogen wurden um betonierte Tatsachen schaffen zu können. Um das Projekt funktionsfähig zu machen werden weitere 3 Mrd. € notwendig sein. Der einzige Sinn dieses Projektes ist die weitere Selbstbereicherung des deutschen Geldadels.

    PS Wenn Sie es noch nicht bemerkt haben sollten. Der Bahnhof schaut 12 m über das Gelände hinaus und wird mit einem Erdhaufen abgedeckt-ein Milliardengrab eben.

  • Absolut korrekt. Die Bahn hat während der "Schlichtung" und danach getan, was man vor ihr im Sinne eines gütlichen Vorankommens verlangen konnte - eher mehr !

    Wes Geistes Kind die Radikalen unter den S21-Gegnern sind hat sich mir gezeigt, als sie noch am Tage des Schlichtungsendes im Stuttgarter Rathaus demonstriert haben, dass ihnen auch das Schlichtungsergebnis und die damit verbundenen großen Eingeständnisse der Bahn sonstwo vorbeigehen. Die würden nur Ruhe geben, wenn das Projekt begraben würde. Das wiederum ist aber weder rechtlich noch demokratisch gedeckt - die Gegner schreien halt am lautesten.

    Von daher: Es wird eine interessante Konstellation werden. Eine grün geführte Landesregierung wird in Kürze das Baurecht der Bahn mit Polizeigewalt gegen ihre eigene Klientel durchsetzen müssen und dadurch von ihren Höhenflügen auf den harten Boden der Realpolitik zurückgeholt werden. Pünktlich zur nächsten Bundestagswahl dürften deutlich zweistellige Wahlergebnisse dann wieder ins Land der Träume entschwunden sein.

  • Vergessen Sie nicht den blinden Doktor, der Steine und Kastanien wirft, nen Platzverweis bekommt, wiederkommt, dann den Strahl vom Wasserwerfer abbekommt, erblindet (Was eigentlich schlimm ist!) und jetzt das Land BaWü wegen allemmöglichen verklagt, obwohl er selbst schuld an den Ereignissen ist.

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