Neuverschuldung erreicht Rekordmarke von 43,4 Milliarden Euro

Defizit noch höher als befürchtet

Das Haushaltsdefizit ist noch höher als bislang angenommen: Es erreicht die Rekordmarke von 43,4 Milliarden Euro. Bislang war von 42 Milliarden Euro die Rede.
Hans Eichel Bild: dpa

Hans Eichel Bild: dpa

HB BERLIN. Das Haushaltsdefizit erreicht in diesem Jahr ein Rekordhoch. Bundesfinanzminister Hans Eichel muss neue Kredite für 43,4 Milliarden Euro aufnehmen, wie er am Donnerstag bei der Vorlage des Nachtragshaushalts für 2003 in Berlin mitteilte. Das ist der höchse Wert in der Nachkriegsgeschichte. Für 2004 legte sich Eichel noch nicht auf eine Summe für die Neuverschuldung fest. Vorgesehen sind bisher 30 Milliarden Euro.

Ursprünglich wollte Eichel mit 18,9 Milliarden Euro auskommen. Die Konjunktur- und Arbeitsmarktkrise machten ihm einen Strich durch die Rechnung. Enorme Steuermindereinnahmen und hohe Kosten zur Bewältigung der Massenarbeitslosigkeit konnte er nur durch Schulden abfangen. Einsparungen in einem solchen Ausmaß sind kurzfristig in einem Haushaltsjahr nicht möglich.

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