Nicht nachhaltig genug

Gabriel will den IT-Gipfel umkrempeln

Im Oktober findet in Hamburg der achte deutsche IT-Gipfel statt – doch wohl zum letzten Mal in der aktuellen Form. Nach Informationen des Handelsblatts plant Wirtschaftsminister Gabriel tiefgreifende Veränderungen.
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Sigmar Gabriel muss offenbar nur noch Angela Merkel von seinen Plänen für den IT-Gipfel überzeugen. Quelle: dpa

Sigmar Gabriel muss offenbar nur noch Angela Merkel von seinen Plänen für den IT-Gipfel überzeugen.

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Die Bundesregierung nimmt Abstand von der heutigen Form ihres Nationalen IT-Gipfels. Nach Informationen des Handelsblatts aus Regierungskreisen will der Gastgeber des Gipfels, Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD), das Projekt völlig neu aufstellen. Es gehe nur noch darum, die Kanzlerin zu überzeugen, hieß es.

Unterstützung erhält Gabriel von Innenminister Thomas de Maizière (CDU). „Ich weiß nicht, ob wir nach dem Gipfel noch einmal in dieser Form zusammen kommen“, zitierten ihn Teilnehmer einer internen Vorbereitungsrunde zum achten IT-Gipfel, der am 21. Oktober in Hamburg stattfinden wird. Auf Nachfrage bestätigte de Maizières Sprecher das Ende des Formats: „Welche Veränderungen der IT-Gipfel ab dem Jahr 2015 erfährt, wird derzeit innerhalb der Bundesregierung noch erörtert.“

Es werde „nicht nachhaltig an den Themen gearbeitet“, hieß es selbstkritisch in der Regierung. Künftig soll der Gipfel ausschließlich die Regierung unterstützen, die Digitalisierung der Gesellschaft voranzubringen. Dies umfasse mehr, als die IT-Wirtschaft zu fördern. „Der IT-Gipfel muss breiter ausgerichtet werden“, forderte SPD-Fraktionsvize Sören Bartol. Er warb für eine Plattform, „bei der neben der Wirtschaft auch Akteure der Zivilgesellschaft, der Tarifpartner bis hin zur Wissenschaft in die Umsetzung der digitalen Agenda eingebunden werden“. Vorbild könnte die Nationale Plattform Elektromobilität sein.

So müssen Geheimdienste draußen bleiben
Auto Transporter
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Auto-Transporter

Wer sensible Daten mit Kollegen oder Freunden über Online-Dienste wie Dropbox & Co. tauscht, läuft Gefahr, dass Spitzel und Hacker mitlesen. Eine smarte Alternative bietet der Speicher- und Synchronisationsdienst des US-Startups Connected Data. Bei dessen Transporter genannten Festplatten kann der Nutzer selbst bestimmen, welche Dateien per Direktverbindung automatisch und verschlüsselt mit den Transporter-Disks anderer Nutzer synchronisiert werden.

Preis: ab 299 Dollar


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Platten-Sperre
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Platten-Sperre

Wer verhindern will, dass Spionagesoftware die Passworteingabe für die verschlüsselte Festplatte aufzeichnet, sollte externe Speicher mit eigener Entsperrtechnik einsetzen – wie die DataLocker-Festplatte von Origin. Das Modell Enterprise 2.0 besitzt ein Tastenfeld für die Code-Eingabe und ist von der US-Technologiebehörde NIST unter anderem für den militärischen Einsatz zertifiziert.

Preis: ab 390 Euro


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Passwörter-Buch
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Passwörter-Buch
Wer kann sich noch die Passwörter merken, die er auf Hunderten Web-Seiten eingibt? Der MyIDkey des US-Startups Arkami hilft da weiter: Der USB-Stick, der sich nur über den eingebauten Fingerabdruck-Scanner aktivieren lässt, merkt sich sämtliche Benutzernamen und Passwörter, die der Nutzer in Web-Seiten eingibt – und füllt die Zugangsdaten bereits besuchter Web-Seiten automatisch in die vorgegebenen Eingabefelder ein. Via Bluetooth-Funk funktioniert das auch mit Smartphones.
Preis: 170 Dollar


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Merkel-Berry
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Merkel-Berry

Private Daten und Unternehmensinformationen hält die Spezialversion des Blackberry Z10 vom deutschen Sicherheitsspezialisten Secusmart strikt getrennt. Möglich macht das, neben Sicherungen im Betriebssystem, die Zusatz- verschlüsselung per Smartcard, die der Technik Secusuite gerade die Freigabe als Regierungshandy beschert hat.

Preis: 2500 Euro


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Sprech-Stelle
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Sprech-Stelle

Abhörsicher telefonieren, unabhängig von Handy oder Notebook, das ermöglicht das Sprachverschlüsselungssystem Topsec mobile des Berliner Spezialisten Rohde&Schwarz SIT. Die Krypto-Box mit eigenem Headset wird per Bluetooth mit internetfähigen Handys oder Computern gekoppelt und baut hochverschlüsselte Sprachverbindungen zu baugleichen Topsec-Modulen auf.

Preis: 2300 Euro

Abdruck-Analyst
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Abdruck-Analyst

Nicht ganz so sicher wie ein komplexes Passwort, aber deutlich komfortabler – und allemal besser als kein Zugriffscode: Das sind Fingerabdruckleser, die viele Business-Notebooks eingebaut haben, wie etwa das Thinkpad X1 Carbon von Lenovo.

Preis: 1470 Euro


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Email - Illustration
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Post-Geheimnis

Mit den Verschlüsselungsverfahren PGP und S/Mime gibt es wirksame Technologien, um elektronische Post gegen unerwünschte Mitleser zu sichern. Nur ist die Konfiguration gerade für Laien teils recht aufwendig. Einfacher und für den Unternehmenseinsatz geeignet sind Programme wie gpg4o des Softwarehauses Giegerich&Partner. Das Paket gibt’s als Erweiterung für Microsofts Outlook 2010 und 2013.

Preis: ab 94 Euro

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