Niederländisches Anti-Islam-Video
BKA sieht erhöhte Anschlagsgefahr

Die Ausstrahlung eines anti-islamischen Videos in den Niederlanden erhöht nach Einschätzung des Bundeskriminalamts (BKA) die Gefährdung auch für Deutschland. Es würden weiterhin intakte Netze islamistischer Terroristen in der Bundesrepublik existieren.

HB WIESBADEN. Wie die jüngsten Drohbotschaften von El-Kaida-Chef Osama bin Laden könne es potenzielle Täter anregen, sagte der für Staatsschutz zuständige Abteilungspräsident Klaus Wittling am Freitag in Wiesbaden. Der niederländische Politiker Geert Wilders hatte am Donnerstag einen islam-kritischen Film im Internet veröffentlicht. BKA-Präsident Jörg Ziercke sagte, dass in Deutschland weiter intakte Netze islamistischer Terroristen existierten.

Die Festnahme der Kofferbomber 2006 und der Sauerland-Gruppe im vergangenen Jahr habe lediglich „die Gefahrenspitze gekappt“. El Kaida werbe gezielt zum Islam übergetretene Deutsche an, weil sie sich wegen ihres westlichen Aussehens und ihrer Staatsangehörigkeit unauffälliger bewegen könnten. Derzeit seien sieben solche Konvertiten als Gefährder eingestuft.

Um Bombenbau und Tarnung zu trainieren, müssten potenzielle Täter keine Ausbildungscamps mehr besuchen, sagte Ziercke. Anwerbung und Ausbildung liefen ebenso über das Internet: „Wir sprechen mittlerweile von Fernuniversitäten des Terrorismus.“

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