Deutschland

_

Niedersachsen: Björn Thümler einstimmig zum Fraktionschef gewählt

Nach der knapp verlorenen Wahl hat die niedersächsische CDU-Fraktion den bisherigen Fraktionschef im Amt bestätigt. Noch-Regierungschef David McAllister hat sich zu einer möglichen Ablöse indes noch nicht geäußert.

Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (l.) und Björn Thümler, der Fraktionschef der CDU. Quelle: dpa
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (l.) und Björn Thümler, der Fraktionschef der CDU. Quelle: dpa

HannoverBjörn Thümler ist als Fraktionsvorsitzender der CDU Niedersachsen in seinem Amt bestätigt worden. Der 42-Jährige erhielt in der ersten Fraktionssitzung nach der Wahl hundert Prozent der Stimmen. Ministerpräsident David McAllister hatte sich nach der Wahlniederlage zunächst Bedenkzeit für seine künftige Rolle erbeten. Möglicherweise wird er den Fraktionsvorsitz in einigen Wochen übernehmen.

Anzeige

Der neuen CDU-Fraktion gehören 54 Abgeordnete an, zuvor waren es 69. Sie wurden alle direkt in ihren Wahlkreisen gewählt, weswegen keiner der Bewerber auf der CDU-Liste in den Landtag einziehen wird. Nicht mehr vertreten im Parlament sind deshalb auch der bisherige Innenminister Uwe Schünemann und der bisherige Kultusminister Bernd Althusmann. Auch Sozialministerin Aygül Özkan hatte ihren Wahlkreis nicht gewonnen.

Niedersachsen Die Gewinner und Verlierer der Wahl

  • Niedersachsen: Die Gewinner und Verlierer der Wahl
  • Niedersachsen: Die Gewinner und Verlierer der Wahl
  • Niedersachsen: Die Gewinner und Verlierer der Wahl
  • Niedersachsen: Die Gewinner und Verlierer der Wahl

McAllister sagte am Dienstag, dass er mit allen drei Ministern bereits Vier-Augen-Gespräche geführt habe. Alle bräuchten nun aber ein paar Tage Zeit, um zu wissen, wie es weitergeht. "Wir haben die Wahl nicht gewonnen, aber auch nicht verloren", betonte der im Vergleich zu Montag wieder sichtlich besser gelaunter McAllister.

  • Die aktuellen Top-Themen
Nach Misshandlungsskandal: NRW richtet Beschwerdestellen für Flüchtlinge ein

NRW richtet Beschwerdestellen für Flüchtlinge ein

In NRW soll privates Personal Flüchtlinge misshandelt haben. Deshalb richtet das Land nun ein Beschwerdemanagement ein und gibt seinen Kommunen mehr Geld. Berlin ist damit aber nicht aus dem Schneider.

Anhörung in Straßburg: EU-Verkehrskommissarin gegen Ausländermaut

EU-Verkehrskommissarin gegen Ausländermaut

Für das Amt der EU-Verkehrskommissarin hat Slowenien Violeta Bulc nachnominiert. Bei der Anhörung im Europaparlament sprach sie sich gegen eine Ausländermaut aus - ohne sich direkt zu den deutschen Plänen zu äußern.

„An allen Fronten“: IS greift Kobane erneut an

IS greift Kobane erneut an

Zunächst sah es so aus, als würden die von den USA angeführten Luftangriffe die Terrormiliz IS in Syrien zurückdrängen. Doch am Montag startete IS eine neue Attacke auf die umkämpfte Stadt Kobane.