0 Bewertungen
30.03.2008 
Schwarz-grüne Verhandlungsmasse in Hamburg

Niedersachsen hat Bedenken gegen Elbvertiefung

von Andreas Rinke

BERLIN. Niedersachsen beharrt auf seinen Einwänden gegen die von Hamburg geplante erneute Elbvertiefung. "Zunächst einmal müssen die Schäden aus der letzten Elbvertiefung beseitigt werden. Erst dann kann man über eine erneute Elbvertiefung reden", sagte der niedersächsische Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) dem Handelsblatt. "Wir haben die Bedenken zur Deichsicherheit weiterhin." Sander sprach von einem "dreistelligen Millionenbetrag" zur Beseitigung der Altschäden. "Die Elbe ist eine Bundeswasserstraße. Deshalb ist der Bund gefordert."

Angesichts der schwarz-grünen Koalitionsverhandlungen in Hamburg betonte Sander: "Auf jeden Fall sollten Niedersachsens Belange auch gegenüber dem Bund mitgedacht werden. Sonst kommen wir nicht weiter."

Ausdrücklich wies er den Vorwurf aus Hamburg zurück, die schwarz-gelbe Landesregierung in Hannover wolle die Elbvertiefung verhindern, um den Ausbau des Tiefseewasser-Hafens in Wilhelmshaven zu sichern. "Das ist absoluter Unsinn." Der Hamburger Hafen sei für Niedersachsen der zweitgrößte Arbeitgeber. "Uns geht es ausschließlich um die Sicherheit der Menschen, der Wirtschaft und der Natur hinter den Deichen." Niedersachsen hat im Planfeststellungsverfahren Einspruchsmöglichkeiten.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Anzeige

weiterBildergalerien

 

zurück vor
  • „Datendieben den Garaus m...

    „Datendieben den Garaus machen“

    Auf einem Gipfeltreffen, das heute in Berlin stattfindet, suchen die Bundesregierung und Verbraucherverbände Wege, den illegalen Handel mit Kundendaten einzudämmen. Unternehmen fürchten das Verbot und warnen vor zu viel Regulierung. Einen Kompromiss zu finden könnte sc...Bildergalerie 

  • Auftritt der Supermutter

    Auftritt der Supermutter

    Hurrikan Gustav und eine Schwangerschaft wirbelten den Parteitag der Republikaner durcheinander. Doch Vizekandidatin Palin begeisterte trotz des Familien-Skandals.Bildergalerie 

  • Krönung und Konfetti

    Krönung und Konfetti

    Der Parteitag der Demokraten ist im vollen Gang. Die Show in Denver soll Begeisterung und Siegesgewissheit vermitteln. Es geht darum, die Herzen der Amerikaner zu gewinnen. Bildergalerie 

  • Südossetien und Abchasien...

    Südossetien und Abchasien – abtrünnig und weitgehend isoliert

    Die autonomen Gebiete Südossetien und Abchasien in Georgien gelten seit vielen Jahren als Konfliktherde. Beide hatten sich nach dem Zerfall der Sowjetunion in Bürgerkriegen von Georgien abgespalten. Von der internationalen Gemeinschaft werden sie bis heute aber nicht a...Bildergalerie 

 

Handelsblatt Experten + Meinungen

Handelsblatt-Kommentar

Mac bleibt Mac - aber reicht das?  Artikel in Merkliste

05.09.2008, 09:13 Uhr von Georg Watzlawek

John McCain ist sich bei seiner Abschlussrede auf dem Parteitag der Republikaner treu geblieben. Auf direkte Angriffe auf seinen Konkurrenten Barak Obama verzichtet er. Allerdings auch auf jeden konkreten Verweis, wie er seine Lebenerfahrung zum Wohle der Amerikaner im Inneren einsetzen will. Kommentar