Niedersachsen: Waffenlobby macht Wahlkampf für die FDP

Niedersachsen
Waffenlobby macht Wahlkampf für die FDP

Die FDP in Niedersachsen erhält ungewöhnliche Unterstützung in der Endphase des Wahlkampfs. Die Waffenlobby des Landes hat eine Wahlempfehlung für die Liberalen veröffentlicht. SPD und Grüne reagieren mit harter Kritik.
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BerlinWenn man wissen will, wie die FDP zur Waffenlobby steht, muss man sich nur einschlägige Äußerungen von Liberalen zu Gemüte führen. Unter der Überschrift „FDP gut für Sportschützen und Jäger“ verbreitete im vergangenen Jahr der niedersächsische FDP-Bundestagsabgeordnete Serkan Tören eine Pressemitteilung, in der er die Einführung eines Nationalen Waffenregisters (NWR) kommentierte. Das Register werde mit dazu beitragen, dass Deutschland sicherer werde, schrieb er.

Und fügte hinzu, dass dagegen die Steuer- und Gebührenpläne Bremens kein Mehr an Sicherheit brächten. „Vielmehr versucht Rot-Grün allein aus ideologischen Gründen mit finanziellem Druck, Jäger und Sportschützen dazu zu zwingen, ihre Waffen abzugeben. Frei nach dem Motto: Waffen sind schlecht und daher dürfen Bürger privat keine Waffen haben“, polterte Tören damals.

Selbst der heutige Wirtschaftsminister Jörg Bode machte in der Vergangenheit keinen Hehl daraus, auf wessen Seite er steht, wenn es um ein schärferes Waffengesetz geht. Vor etwas mehr als drei Jahren, damals war Bode noch Fraktionsvorsitzender der FDP im Landtag von Hannover, zerpflückte er einen Beschluss des Innenausschusses des Bundesrates:

„Statt die sinnvollen Neuregelungen umzusetzen, sollen Jäger und Sportschützen in unerträglicher Weise beschränkt werden“, sagte er damals. Und er versicherte der Waffenlobby, sich dafür einzusetzen, „dass die geplanten zusätzlichen Beschränkungen des sportlichen Schießens nach Bauart oder nach Kaliber der Waffe ausbleiben“.

Die Äußerungen von Tören und Bode belegen die Nähe der Liberalen zu Waffenliebhabern. Der Waffenlobby selbst ist das bewusst. Deshalb ist es für sie auch von besonderer Wichtigkeit, dass die CDU-geführte Landesregierung in Niedersachsen auch nach dem Wahlsonntag gemeinsam mit der FDP weiterregiert. In einer im Internet verbreiteten Wahlempfehlung appellieren die Herausgeber „Gunboard.de – Fachforum für Waffenhobby und Waffenlobby“ und „prolegal – Interessengemeinschaft für Waffenbesitz e.V.“ an die Jäger und Sportschützen in Niedersachsen, unbedingt die Liberalen zu wählen.

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  • "Alle Waffennarren haben einen Tick an der Waffel. Denn wenn es irgendwann erlaubt wird damit zu schießen oder eine Situation herscht, werden sie es einsetzen andere Menschen zu töten. Siehe mali, Syrien oder sonstwo. Ekelig diese Schwarzen und gelben."

    Es ist bereits erlaubt, damit zu schiessen, und zwar auf Scheiben. Ich tendiere eigentlich wenig dazu, in meiner Heimat einen Bürgerkrieg anzuzetteln, ebensowenig habe ich vor, meine Nachbarn zu töten. Wie kommen sie eigentlich auf solche Ideen ?

  • ... und diese Argumentation ist noch "dähmlicher" !!!
    Der mit der "Knarre" auf Dich zu kommt wird das Ding wohl
    eher illegal haben! Erst schlau machen über die Vorschriften für Jäger und Sportschützen - dann texten.
    Und zum Melderegister: Es gibt nur noch EINS.

  • Die betriebene Politik der etablierten Parteien hat mich zu einem "single issue" Wähler gemacht. Ich besitze legal Waffen. Bin Sportschütze, Jäger und Wiederlader. Da ich der Meinung bin das der Umgang mit dem Waffengesetz zeigt wie eine Regierung zur Demokratie und zu den Bürgern des Landes steht, wähle ich die Partei von der ich denke das sie das größte Vertrauen in die Selbstverantwortung der Menschen hat. Und das zeigt sich für mich nun einmal in der Art und Weise wie der Bürger Waffen besitzen und damit umgehen darf. Allein das Verbot des Erlernen von Fähigkeiten im Verteidigungsschießen, wie es in unserem Waffengesetz steht, zeigt mir das es mit dem Vertrauen in die Bürger nicht gut bestellt ist! Es mag wichtigere Gesetze zur Regelung des Zusammenlebens in unserer Gesellschaft geben. Doch das Maß für Demokratie liegt für mich im Waffengesetz.

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