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Niedersachsen: Was Demoskopen nicht wissen können

Die Prognosen der Meinungsforscher hatten den Liberalen bei der Landtagswahl in Niedersachsen knapp fünf Prozent vorausgesagt. Doch das Wahlergebnis sieht ganz anders aus. Woran liegt das?

Die Prognosen hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Niedersachsens Ministerpräsidenten David McAllister (CDU), SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil (links) vorausgesagt. Und sie behielten Recht. Quelle: dpa
Die Prognosen hatten ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Niedersachsens Ministerpräsidenten David McAllister (CDU), SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil (links) vorausgesagt. Und sie behielten Recht. Quelle: dpa

DüsseldorfNoch Ende der vergangenen Woche, da sah es gar nicht rosig aus für die Niedersachsen-FDP. In den Umfragen dümpelten die Liberalen bei rund fünf Prozent herum, es ging um die Frage: Schafft sie den Sprung in den Landtag? Oder doch nicht? Heute sieht alles ganz anders aus. Mit 9,9 Prozent übertreffen die Liberalen alle Erwartungen und strafen die Demoskopen Lügen. Doch woran liegt es, dass die Wahlergebnisse zum Teil erheblich von denen der Prognosen abweichen?

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„Umfragen sind Momentaufnahmen“, sagt Helmut Jung, Leiter des Meinungsforschungsinstitutes GMS. „Sie bilden die Stimmung zum Befragungszeitpunkt ab“. Bei der letzten Umfrage des Instituts GMS am Donnerstag vor der Wahl lag die CDU bei 41 und die FDP bei 5 Prozent. Doch das Endergebnis ist ein ganz anderes: Die CDU schafft nur 36 Prozent, die Liberalen liegen deutlich über den Erwartungen.

Niedersachsen Die Gewinner und Verlierer der Wahl

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Eine Erklärung für die Abweichung: Ein großer Teil der Befragten sei auch kurz vor der Wahl noch unentschlossen gewesen. „25 bis 30 Prozent der Befragten hatten in den Telefoninterviews gesagt: Obwohl sie CDU und SPD präferieren würden, käme auch eine andere Partei in Frage.“ Genau dieser Anteil habe zur Verschiebung geführt – von der CDU zu FDP. „Doch wer den Block betrachtet, der sieht, dass wir mit den Prognosen ziemlich genau waren.“

Und damit hat er Recht. Denn tatsächlich kam es eben zu dem vorhergesagten Kopf-an Kopf-Rennen. Und auch die Lager Schwarz-Gelb und Rot-Grün haben addiert ziemlich exakt die prognostizierten Stimmen geholt. Nur bei der CDU gab es diese Verschiebung von Schwarz zu Gelb. Der Grund: die taktische Wahl.

  • 22.01.2013, 15:07 UhrRumpelstilzchen

    @ecbert

    Es ist genau umgekehrt. der Wirtschaftsminister Bode von der FDP ist für Fracking - mit Recht! Die CDU ist dagegen.

  • 22.01.2013, 14:45 UhrVicario

    Zitat : Was Demoskopen nicht wissen können.
    Wer es noch nicht begriffen hat : Demoskopen sind Hütchenspieler, Kaffeesatz-Leser, Glas-Kugel-Gucker, man kann sich das aussuchen !

    In Niedersachsen kam das deutlich zum Vorschein : sie lagen 5 % bei der größten Volkspartei daneben, sowie 5 % bei eine untergehender Partei !
    Und das bei einem Bonus, wie :
    - Beliebter Regierungsministerpräsident
    - Beliebteste Kanzlerin aller Zeiten
    - Beste Regierung seit der Wende
    - Florierende Wirtschaft
    - geringe Arbeitslosigkeit
    - hoher Lebensstandard der Gesamtbevölkerung
    Das gefährliche aber an dieser "BEZAHLTEN" Prophezeie ist die Manipulation der Wähler im Namen ihrer Auftraggeber !
    Die gehören eigentlich VERBOTEN !

  • 22.01.2013, 09:28 Uhrecbert

    Der wahre Grund des Ausgangs der Niedersachsenwahl: Die CDU ist für Fraking, die FDP wenigstens neutral. Darum haben viele aus dem bürgerlichen Lager die FDP gewählt, weil SPD oder Grüne für sie nicht wählbar sind. Währe die Niedersachsen CDU gegen Fraking gewesen währe Mac Alister noch Ministerpräsident !!!

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