Niedersächsischer Ministerpräsident: "Stehe nicht zur Verfügung"
Wulff will nicht Kanzler werden

Im Machtpoker um eine große Koalition hat der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff (CDU) ausgeschlossen, das Amt des Bundeskanzlers zu übernehmen.

HB HAMBURG. "Es wird keinen Kanzler der Union namens Christian Wulff geben. Ich stehe nicht zur Verfügung", sagte der CDU-Vize, der in Medien häufig für das Amt genannt worden war, der "Bild am Sonntag". Er sei "fest davon überzeugt, dass Angela Merkel Bundeskanzlerin wird".

Gerhard Schröder habe keinen Anspruch mehr darauf, Bundeskanzler zu bleiben. Wulff: "Irgendjemand muss ihm jetzt mal erklären, dass er die Wahl verloren hat. Am Wahlsonntag mochte das wohl keiner tun." Eine so genannte israelische Lösung mit wechselnder Kanzlerschaft sei "eine Schnapsidee, jenseits unserer Verfassungsbestimmungen".

Die Bürger hätten "in Richtung große Koalition gewählt, ob es uns passt oder nicht. Also müssen wir jetzt mit der SPD über eine große Koalition reden und intensiv verhandeln." Dabei werde sich die Union aber "nicht um jeden Preis in eine große Koalition begeben", betonte Wulff. "Die Perspektive für Wachstum und Arbeit muss klar sein. Wir müssen als Union bei der Koalitionsvereinbarung davon überzeugt sein, dass wir das Land voranbringen."

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