Niedrigere Milchpreise
Huber unterstützt Bauernprotest

CSU-Chef Erwin Huber hat einen Milchpreis von über 40 Cent gefordert. "Die Bauern haben unsere volle Unterstützung, wenn sie sich wehren und angemessene Preise für ihre Milch fordern", sagte der bayerische Finanzminister am Montag vor einem Treffen mit Landwirten. Die Bauern wollen weiter mit Lieferstopps und Blockaden höhere Preise erzwingen.

HB MÜNCHEN/BERLIN. "Die Marktmacht von Molkereien und Konzernen ist gerade für unsere kleinen und mittleren Betriebe in Bayern ein Problem", kritisierte CSU-Chef Huber.

Vor den ersten Verhandlungen zwischen Milchbauern und dem Einzelhandel an diesem Montag haben die Landwirte ihre Proteste unvermindert fortgesetzt. Die Bauern blockierten am Morgen zahlreiche Molkereien und verhinderten so die Anlieferung und Auslieferung der Milch.

Spitzenvertreter der Bauernverbände und des Lebensmitteleinzelhandels wollten am Montag zusammentreffen, um über einen höheren Milchpreis zu verhandeln. Wahrscheinlich begännen die Gespräche am Abend, genauere Angaben könne sie jedoch noch nicht machen, sagte Dörthe Schulz-Stefanie vom Bauernverband in Berlin.

"Sie treffen sich aber auf jeden Fall heute." Die Bauern wollen in den Gesprächen erreichen, dass die Preissenkung für Milch und Milchprodukte vom 21. April zurückgenommen wird. Bis zu diesem Zeitpunkt hätten sie für einen Liter Milch noch mehr als 40 Cent bekommen. Derzeit sind es nur 27 bis 35 Cent.

Unterdessen gingen die Proteste in zahlreichen Bundesländern weiter. In Bayern demonstrierten Bauern vor mehreren Molkereien gegen die niedrigen Milchpreise. Bereits am Sonntagabend hatten Erzeuger in Oberschönegg im Unterallgäu damit begonnen, eine Molkerei der Firma Ehrmann zu blockieren.

In Schleswig-Holstein wurden am Montagmorgen nach Polizeiangaben rund zehn Betriebe blockiert. Die Bauern erhalten nach Angaben des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter (BDM) viel Unterstützung aus der Bevölkerung.

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