Niedrigere Preissteigerungsrate
Der Euro ist stabiler als die Mark

Lob für die europäische Gemeinschaftswährung kommt von Hans Reckers. Das Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank hat den Euro wegen seiner Preisstabilität als Erfolgsgeschichte bezeichnet.

HB FRANKFURT/MAIN. Durchschnittlich seien die Preise seit Einführung der Gemeinschaftswährung um 2,1 Prozent gestiegen. „Die durchschnittliche Preissteigerungsrate in den 50 Jahren D-Mark-Zeit betrug 2,8 Prozent. Im Durchschnitt ist der Euro also stabiler als die D-Mark“, sagte Reckers im Deutschlandradio Kultur.

Das Ziel sei eine Preissteigerungsrate von knapp unter zwei Prozent. „Ein sehr ehrgeiziges Ziel, und wir haben es nahezu erreicht.“ Von der Politik forderte Reckers mehr Verantwortung für die Sicherung der Euro-Stabilität ein. Fünf Jahre nach der Bargeldeinführung der neuen Währung müssten auch die Regierungen für solide öffentliche Finanzen sorgen, damit die Rahmenbedingungen für einen stabilen Euro geschaffen würden. Dazu gehörten auch künftige Beitritte zur Euro-Zone, weniger Schulden und die Lohnpolitik. „Die Notenbanken können ja die Stabilität der Währung nicht allein garantieren, sondern wir brauchen einen Gleichklang von Geldpolitik, Finanzpolitik und Lohnpolitik, also eine umfassende Stabilitätskultur“, sagte Reckers.

Zwar seien derzeit mehr Euro als Dollar weltweit im Umlauf. Trotzdem werde die europäische der US-Währung nicht den Rang als Weltleitwährung ablaufen, da auch Öl in Dollar gehandelt werde. „Für die mittelfristige Zukunft wird der Dollar die führende Währung bleiben“, betonte Reckers.

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