Niedrigster Stand seit Wiedervereinigung
Immer weniger Staatsdiener in Deutschland

Immer weniger Menschen in Deutschland arbeiten für den Staat. Die Zahl der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes sank im vergangenen Jahr um 0,8 Prozent oder rund 36 000 auf 4,5 Millionen und erreichte damit den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte.

HB WIESBADEN. In der ersten gesamtdeutschen Statistik 1991 hatte es noch 6,7 Millionen Staatsdiener gegeben, 1999 war ihre Zahl erstmals unter fünf Millionen gesunken, sagte Statistiker Florian Schwahn. Verantwortlich für den stetigen Rückgang sind nach seinen Angaben hauptsächlich Privatisierungen und Ausgliederungen.

2007 gab es dem Bundesamt zufolge den stärksten Rückgang im kommunalen Bereich: Dort arbeiteten rund 17 000 Menschen und damit 1,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bundesbereich gab es 4 400 (minus 0,8 Prozent) und im Landesbereich 14 000 Beschäftigte (minus 0,6 Prozent) weniger.

Im Einzelnen ging die Zahl der Arbeitnehmer im öffentlichen Dienst im vergangenen Jahr um 27 600 zurück (minus 1,0 Prozent). Die Zahl der Beamten und Richter verringerte sich um 8.600 (minus 0,5 Prozent). Die Zahl der Berufs- und Zeitsoldaten bei der Bundeswehr stieg dagegen um rund 700 Personen (plus 0,4 Prozent). Bei den Sozialversicherungsträgern und bei der Bundesagentur für Arbeit blieb die Zahl der Beschäftigten nahezu unverändert.

Während die Zahl der Vollzeitbeschäftigten im öffentlichen Dienst um 1,6 Prozent auf 3,1 Millionen weiter zurückging, nahm die Teilzeitbeschäftigung zu.

Hier meldeten die Statistiker ein Plus von 1,1 Prozent auf 1,4 Millionen. Mehr als die Hälfte des Anstiegs geht laut Bundesamt jedoch auf Altersteilzeitregelungen zurück. Die Zahl der Altersteilzeitbeschäftigten nahm in allen Beschäftigungsbereichen außer beim Bund zu.

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