Nominierung
Merkel-Vertrauter Röttgen wechselt an BDI-Spitze

Der Geschäftsführer der Unions-Fraktion, Norbert Röttgen, wird neuer Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI). Er soll zum 1. Januar 2007 die Nachfolge von Ludolf von Wartenberg antreten. Damit hat Kanzerlin Merkel einen neuen Verbindungsmann in der Industrieorganisation.

HB BERLIN. „Auf einer Klausursitzung stimmten die Vizepräsidenten des BDI dem Vorschlag von BDI- Präsident Jürgen Thumann einstimmig zu, Röttgen für das BDI-Spitzenamt zu nominieren“, teilte der BDI mit. Die Berufung solle auf einer außerordentlichen Sitzung von BDI-Präsidium und BDI-Vorstand am 19. Juni erfolgen. „Mit dieser Nominierung bereitet der BDI den anstehenden Generationswechsel vor und setzt mit Röttgen erneut auf einen renommierten Politiker in dem Spitzenamt des BDI“, hieß es. Auch Amtsinhaber von Wartenberg war langjähriger CDU-Bundestagsabgeordneter.

Angela Merkel hatte Röttgens Parteikarriere rasant gefördert: Im Februar vorigen Jahres machte die damalige Vorsitzende der Unions-Fraktion den bis dahin wenig bekannten Rechtsexperten zum Parlamentarischen Geschäftsführer. Dies galt als Wagnis, weil die wichtige Koordination von Fraktion und Ministerpräsidenten der Union für den Vermittlungsausschuss großes taktisches Geschick und gutes Durchsetzungsvermögen erfordert.

Obwohl in seiner Amtszeit die heiklen Fälle ausblieben, erwarb sich der promovierte Jurist Respekt in der Parteispitze und vor allem das Vertrauen Merkels. Der frühere Vorsitzende der Jungen Union in Nordrhein-Westfalen gehört zu den reformfreudigen Modernisierern in der Umgebung der Parteichefin, die nach der Bundestagswahl etwa auch ein Bündnis mit FDP und Grünen als Variante zur großen Koalition verteidigt hatten.

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