Nord-Süd-Dialog Oettinger fällt Wulff in den Rücken

Ex-Bundespräsident und Ex-Ministerpräsident Christian Wulff hat bislang eine Beteiligung seiner Staatskanzlei an der Veranstaltung Nord-Süd-Dialog abgestritten. Nun kommt ausgerechnet von einem Ex-Kollegen ein Contra.
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Kommt nicht aus der Schusslinie: Der frühere Bundespräsident und vormalige Ministerpräsident Niedersachsens, Christian Wulff, muss sich weiterhin mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit die niedersächsische Staatskanzlei an der Veranstaltung Nord-Süd-Dialog beteiligt war. Quelle: dapd

Kommt nicht aus der Schusslinie: Der frühere Bundespräsident und vormalige Ministerpräsident Niedersachsens, Christian Wulff, muss sich weiterhin mit der Frage auseinandersetzen, inwieweit die niedersächsische Staatskanzlei an der Veranstaltung Nord-Süd-Dialog beteiligt war.

(Foto: dapd)

HannoverDie Lobbyveranstaltung Nord-Süd-Dialog in Niedersachsen soll anders als von Ex-Ministerpräsident Christian Wulff dargestellt ein gemeinsamer Einfall von ihm und Günther Oettinger (beide CDU) gewesen sein. „Die Idee des Nord-Süd-Dialogs haben Christian Wulff und ich im persönlichen Gespräch entwickelt“, sagte der frühere Ministerpräsident Baden-Württembergs dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Wulff hingegen hatte stets erklärt, Eventmanager Manfred Schmidt habe 2007 die Idee zu dem Ländertreff gehabt. So lautete auch die Antwort der Staatskanzlei auf eine parlamentarische Anfrage der SPD vom April 2010 im Landtag in Hannover.

Im Zusammenhang mit der Initiative wird gegen Schmidt und den damaligen Sprecher von Wulff, Olaf Glaeseker, wegen möglicher Korruption ermittelt. Vorwürfe wegen der Veranstaltung spielten eine Rolle in der Affäre, die zu Wulffs späterem Rücktritt als Bundespräsident führte. Der Nord-Süd-Dialog wurde Ende 2007 gestartet. Ziel war es, ein Netzwerk zwischen Prominenten und Politikern aus Niedersachsen und Baden-Württemberg aufzubauen. Die Schirmherren waren Wulff und Oettinger.

  • dpa
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11 Kommentare zu "Nord-Süd-Dialog: Oettinger fällt Wulff in den Rücken"

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  • ... ich denke, das die Korruption in Deutschland auf einem so hohen Niveau steht, vergleichbar mit unserer Technologie, dass sowohl die Griechen wie auch die Mafia hier noch einiges lernen können

  • Wollte ich gerade schreiben, da las ich Ihren Kommentar! Danke für die Vorarbeit!


  • Die CDU schob Oettinger ins "EU Versorgungslager" ab.

    Da brodelte wohl die Küche. Seine Beziehung zu Eventmanagern gaben sicherlich nicht den Ausschlag.
    Oettinger lenkt mit seinen Aussagen ab. Parteien füllen ihre Taschen, ist halt so...
    Deutschland und seine "los corruptos"....
    Nicht nur Griechenland steht vor Reformen...

  • Sorry, aber wer jetzt immer noch auf das Wulff-Bashing anspringt, funktioniert genau so, wie unser Murksel das will. Brot und Spiele, und die Politik macht im Hinterzimmer, was sie will.

  • Jetzt hackt doch nicht so auf dem Wulff rum. Laut Titanic hat der arme Mann womöglich Alzheimer.

  • Wundert mich gar nicht, dass diese "EU-Helden" jetzt die Wulff-Karte zur Ablenkung ziehen.

    Wulff war gegen diese ganze unselige Retterei und Schuldenmacherei und hat sich hierzu klar geäußert. Es war zu befürchten, dass er die "Rettungsverträge" nicht unterschreibt.

    Zudem muss er sich wohl mit der Bild-Zeitung angelegt haben. Er hat sich bei der Brüsseler Bürokratie, bei den Banken und bei unseren Abnickerparteien Feinde gemacht. Das haben diese ihm vielfach heimgezahlt.

    Das Volk ist für solche Hetzkampagnen leider immer zu haben. Aber irgendwann sollte Schluss sein.

    Wen es interessiert, bevor er in den Chor der "kreuziget-ihn-Schreier" einstimmt, sollte vorher seine zwei diesbezüglichen Reden lesen.

    http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/08/110824-Wirtschaftsnobelpreistraeger.html

    http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/03/110331-bankentag.html

  • Das ist so eklig, dass es Leute übelster Sorte, den Anstand und das Ehrgefühl betreffend, in eine Position schaffen, wie BP, wo eigentlich höchste Ansprüche eben an Anstand und Ehrgefühl gestellt werden. Sowas ist nun die "Elite", wo der normale Bürger Respekt entgegenbringen soll. Dreck und Abschaum, nichts weiter ...

  • Oettiner, war das nicht der zum Teufel ging und dann als Ministerpräsident von Baden-Württemberg zurückkam. Wie hat der das nur gemacht. Ich schätze mal, der wußte was der Öffentlichkeit bisher verborgen blieb. Reinste Mutmaßung, aber in der Not, das wissen wir wohl, frisst der Teufel fliegen.

    Bei Licht betrachtet, werden diejenigen, die schon immer gut waren die Handflächen hohl zu halten, irgendwie sich selbst erledigen.

  • Schnäppchenjäger Wulff nahm/nimmt alles mit was sich ihm bietet.
    Er hat ja immerhin 597 Tage als BP „ausgehalten“. Da waren 199.000/a doch angemessen! Und das jetzt noch 18.000€/a hinzukommen, ist nur gerecht! jetzt muß er sich nicht mehr in der Suppenküche/Tafel anstellen sondern kann sich bei Aldi auch mal eine „Billigkonserve“ leisten!
    Pecunia non olet.

  • Es ist in der Tat eine schon lange nicht mehr amüsante sondern peinlich-infantile Dekadenz, die sich da politisch beschämenderweise immunisiert abspielt. Aber: das Volk will es ja so. Es wählt dieses Szenario jede Periode neu! Statt nun extrem zu wählen sollten ggf. Freie Wähler - auch wenn diese viele "Konjunktive" auf ihrer Website haben!!! - oder GARNICHT gewählt werden!

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