Nordkorea und Syrien Merkel setzt bei Konflikten auf politische Lösung

Kanzlerin Merkel hofft im Konflikt mit Nordkorea auf ein gemeinsames Vorgehen der USA und Chinas. In einem Interview sprach sie sich zudem für den Versuch aus, den Bürgerkrieg in Syrien durch Verhandlungen zu beenden.
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Angela Merkel mahnt beim Atomstreit mit Nordkorea politische Lösungen an. Quelle: AFP
Bundeskanzlerin

Angela Merkel mahnt beim Atomstreit mit Nordkorea politische Lösungen an.

(Foto: AFP)

BerlinBundeskanzlerin Angela Merkel hat beim Atomstreit mit Nordkorea und im Syrien-Konflikt politische Lösungen angemahnt. Angesichts der wachsenden Spannungen um das Atomprogramm Pjöngjangs sagte Merkel den Zeitungen der Funke Mediengruppe: „Ich setze nicht auf militärische Mittel, sondern darauf, dass von verschiedenen Seiten starker politischer Druck auf Nordkorea ausgeübt wird.“ Das Regime in Nordkorea verstoße permanent gegen UN-Resolutionen, kritisierte Merkel. „Die Welt hat ein Interesse daran, zu verhindern, dass Nordkorea sich nuklear bewaffnet.“ Ähnlich hatte sich zuvor auch Chinas Präsident Xi Jinping geäußert.

Der Knaben-Diktator
Massentrauer (KCNA) besser
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In Pjöngjangs Straßen brach eine regelrechte Trauerhysterie aus, als Kim Jong Il am 17. Dezember 2011 starb. Der geliebte Führer hatte die Machtübernahme seines Sohnes sorgfältig vorbereitet: seit 2009 übertrug er Kim Jong Un nach und nach zentrale Posten – die Leitung des Geheimdienstes, das Oberkommando über die Armee, den Vorsitz der Partei. Der Herrscher-Spross folgte seinem Vater mit zarten 30 Jahren ins Amt. In der Öffentlichkeit war er bis dahin fast unbekannt.

Kim Schüler (Bern International School)
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Seine Liebe zu Basketball soll Kim Jong Un während seiner Zeit in einem Schweizer Internat entdeckt haben. Laut Medienberichten spricht der nordkoreanische Herrscher sogar deutsch. Auch sein Lieblingslied stammt von einer deutschen Band: Es ist „Brother Louie" von Modern Talking.

Kim Neujahrsansprache (KCNA)
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Neues Jahr, neues Glück

In der ersten öffentlichen Neujahrsansprache seit 19 Jahren klang das auch fast so: Kim Jong Un kündigte ab 2013 eine „radikale Kehrtwende“ für Nordkorea an – und die basiert auf zwei Hauptpunkten… (Foto: KCNA)

Militärparade 2 (KCNA)
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Nordkorea und Südkorea leben seit dem Koreakrieg (1950-1953) im Kriegszustand – ein Friedensvertrag wurde nie unterzeichnet.

Truppen (KCNA)
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Da Nordkorea auf wirtschaftliche Hilfen aus dem Süden angewiesen ist, haben nordkoreanische Machthaber Südkorea schon öfter Friedensverhandlungen angeboten – nur um die Nachbarn kurz darauf wieder als „faschistische Irre“ zu verteufeln.

Panzerdivision Essen (KCNA)
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Kommunistische Brüder

Von diesen Vorzügen hat bisher vor allem China als zentraler Handelspartner und Bruder im Geiste profitiert. Auch Russland und Südkorea sind traditionell wichtige Geschäftspartner. Nun hat auch Google-Chef, Eric Schmidt, als neugieriger Gast aus dem Westen, seinen Besuch angekündigt. Die US-Regierung davon wenig begeistert.

(Foto: KCNA)

Fabrik (YNA)
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Der Westen wills wagen

Von Kim Jong Uns geheimen Masterplan, Nordkorea zum neuen Tigerstaaten zu pushenl, sickerten bisher nur Gerüchte durch. Westliche Unternehmen sind jedoch schon elektrisiert: in Nordkorea schlummern unerschlossene Rohstoffvorkommen, die veraltete Industrie benötigt dringend Neuinvestitionen, billige Arbeitskräfte locken.

US-Präsident Donald Trump hatte kürzlich in einem Interview jedoch gesagt, notfalls würden die USA die Nordkorea-Frage allein und ohne China lösen. Die USA befürchten vor allem, dass nordkoreanische Atomraketen eines Tages amerikanisches Festland erreichen könnten. Als Demonstration ihrer Entschlossenheit verlegten die USA Kriegsschiffe, darunter auch einen Flugzeugträger, näher an die geteilte koreanische Halbinsel.

Eine politische Lösung forderte die Kanzlerin auch für Syrien. Das syrische Volk sei in der vergangenen Woche nicht zum ersten Mal Opfer von Giftgas geworden, sagte Merkel. „Nach der nachvollziehbaren Reaktion der USA darauf muss nun alles unternommen werden, um unter dem Dach der Vereinten Nationen und gemeinsam mit Russland eine politische Lösung für Syrien zu finden.“

Merkel wandte sich entschieden gegen einen Verbleib des syrischen Machthabers Baschar al-Assad im Amt. „Wir sind uns mit unseren europäischen und transatlantischen Partnern einig, dass ein politischer Übergang organisiert werden muss, an dessen Ende Assad nicht mehr im Amt sein kann“, sagte sie. Russland beharrt darauf, dass dies nur die Syrer selbst entscheiden können.

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  • dpa
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