Nordrhein-Westfalen, Bremen und Niedersachsen
IG Metall ruft zu Warnstreiks auf

In der westdeutschen Eisen- und Stahlindustrie stehen die Zeichen auf Streik. Die IG Metall hat zu Warnstreiks aufgerufen, um ihre Forderungen bei den laufenden Tarifverhandlungen zu unterstützen.

HB DUISBURG. Im Tarifstreit in der westdeutschen Eisen- und Stahlindustrie hat die IG Metall für Dienstag zu Warnstreiks in Duisburger und Mülheimer Stahlunternehmen aufgerufen. Aus Protest gegen das Arbeitgeberangebot würden am Vormittag mehrere tausend Beschäftigte für mehrere Stunden die Arbeit niederlegen, sagte der IG-Metall-Bevollmächtigte Horst Manja am Montag in Duisburg.

Am Dienstag seien die Stahlstandorte Dortmund, Duisburg, Mühlheim, Krefeld, Bremen und Salzgitter davon betroffen, sagte IG-Metall-Sprecher Wolfgang Nettelstroth am Montag in Düsseldorf. In Duisburg sei eine zentrale Kundgebung vor den Toren von Thyssen-Krupp Stahl geplant. Am Mittwoch sollten weitere Aktionen in Bochum, Düsseldorf, Siegen und Georgsmarienhütte folgen. Zu den bestreikten Unternehmen gehören den Angaben zufolge auch Thyssen-Krupp Nirosta (Bochum, Krefeld), die zu Salzgitter gehörenden Mannesmannröhren-Werke (Mühlheim) und die Hüttenwerke Krupp Mannesmann (HKM, Duisburg).

Mit den befristeten Arbeitsniederlegungen wolle die Gewerkschaft gegen das aus ihrer Sicht zu niedrige Angebot der Arbeitgeber in den laufenden Tarifverhandlungen für die 85 000 Beschäftigten des Tarifbezirks protestieren. Die Verhandlungen werden erst nach den Warnstreiks am 16. Oktober fortgesetzt.

Die Arbeitgeber hatten der Gewerkschaft nach deren Angaben in der dritten Verhandlungsrunde Einkommenserhöhungen um 1,8 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten angeboten, wobei die Erhöhung erst im Dezember einsetzen sollte. Die IG Metall hatte dies als „Provokation“ bezeichnet und fordert 4,5 Prozent höhere Löhne und Gehälter rückwirkend ab September. Außerdem strebt sie eine Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten an.

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