NRW-AfD-Chef Pretzell
Flüchtlinge notfalls mit Schusswaffen abwehren

Im Fall eines gewaltsamen Grenzübertritts von Flüchtlingen hält der nordrhein-westfälische AfD-Landesvorsitzende, Marcus Pretzell, den Gebrauch von Schusswaffen gerechtfertigt – als „Ultima Ratio“.

Düsseldorf„Die Verteidigung der deutschen Grenze mit Waffengewalt als Ultima Ratio ist eine Selbstverständlichkeit“. Das sagte der umstrittene Europaparlamentarier der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) am Sonntag.

Er glaube aber nicht, dass der Waffeneinsatz notwendig wäre, weil es eine „ganze Reihe von anderen Möglichkeiten“ gäbe wie etwa Polizeipräsenz, Wasserwerfer oder Tränengas. Ähnlich habe er auch Zuhörern bei einer Parteiveranstaltung vor einigen Tagen geantwortet. Über den Auftritt hatte die „Rheinische Post“ berichtet.

Slowenien und Österreich ließen Zehntausende Menschen „unregistriert ins Land hinein“, sagte Pretzell, der neue Lebensgefährte von AfD-Chefin Frauke Petry. „Man kann das verhindern. Wenn man den ersten Schuss in die Luft abgibt, wird deutlich, dass wir entschlossen sind.“ Er glaube aber nicht, dass man anfangen müsse zu schießen - „die Menschen sind ja vernunftbegabt“.

Zugleich betonte Pretzell: „Kein vernünftiger Mensch soll daran denken, auf Flüchtlinge zu schießen, weil sie die Grenze übertreten. Ultima Ratio heißt, es gibt keine andere Möglichkeit, das zu stoppen.“

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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