NRW
Front für eine Verschärfung des Übernahmerechts bröckelt

Um den Essener Baukonzern Hochtief im Übernahmekampf gegen den spanischen Konkurrenten ACS zu unterstützen, bringt die rot-grüne Landesregierung in Nordrhein-Westfalen heute eine Initiative in den Bundesrat ein. Das Gesetz droht aber nicht nur an der Bundesregierung zu scheitern.
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HB BERLIN. Auch die Bundes-Grünen lehnen schärfere Regeln gegen ausländische Investoren in Deutschland ab. "Wir sind nicht gut beraten, den Menschen bei Hochtief mit dieser schnellen Aktion den Eindruck zu vermitteln, dass es hier um ihren Schutz ginge", sagte die wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen, Kerstin Andreae, dem Handelsblatt (Freitagausgabe). Sie werde ihrer Fraktion empfehlen, im Bundestag gegen die von der SPD geforderte Änderung des Übernahmegesetzes zu stimmen. Das ist deshalb pikant, weil der entsprechende Antrag im Bundesrat von der rot-grünen Koalition in NRW kommt.

Seit Monaten sorgt der Übernahmekampf für eine emotionale Debatte. Gewerkschaften, SPD und Aktionärsschützer fordern die Bundesregierung auf, das Übernahmerecht zu verschärfen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) lehnen das bislang ab.

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