NRW
Schwarz-gelb an Rhein und Ruhr vorn

Der Umschwung in Nordrhein-Westfalen rückt für Hannelore Kraft in weite Ferne: Nach einer aktuellen Umfrage verlieren die Sozialdemokraten in ihrem Stammland nochmal kräftig. Doch auch die CDU kommt nicht ungeschoren davon.
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HB DÜSSELDORF. Rund ein halbes Jahr vor der Landtagswahl zeichnet sich in Nordrhein-Westfalen laut einer Umfrage eine Fortsetzung der schwarz-gelben Koalition ab. Derzeit käme die CDU nach einer Forsa- Umfrage im Auftrag von „Stern“ und RTL auf 41 Prozent. Die FDP würde 9 Prozent erreichen, teilte der „Stern“ am Mittwoch mit. Die Union wäre damit schwächer als bei der Wahl 2005, als sie 44,8 Prozent der Stimmen holte. Die FDP könnte deutlich zulegen. Sie kam vor vier Jahren auf 6,2 Prozent. Die SPD würde von 37,1 Prozent im Jahr 2005 auf 31 Prozent absacken. Die Grünen kämen auf 9 Prozent und die Linken würden mit 6 Prozent erstmals in den Landtag in Düsseldorf einziehen.

Damit hätte die SPD derzeit nicht einmal in ihrem einstigen Stammland eine Chance auf eine Trendwende. Vielmehr würden die Sozialdemokraten ihr schlechtes Wahlergebnis bei der Landtagswahl 2005 noch einmal um gut sechs Punkte unterbieten.

Könnten die Bürger an Rhein und Ruhr ihren Ministerpräsidenten selbst wählen, würden sich 52 Prozent für den Amtsinhaber Jürgen Rüttgers (CDU) entscheiden. Für seine Herausforderin, die SPD- Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin Hannelore Kraft, würden nur 21 Prozent der Nordrhein-Westfalen stimmen. Rüttgers liegt der Umfrage zufolge in allen Altersgruppen und fast allen sozialen Schichten vor Kraft. Selbst 31 Prozent der SPD-Anhänger ziehen Rüttgers der eigenen Kandidatin vor.

„Hannelore Kraft treibt die Wähler scharenweise in die Arme der Rüttgers-CDU“, sagte Forsa-Chef Manfred Güllner. Das Institut hatte vom 2. bis zum 13. November 1022 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte in NRW befragt.

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