„Currywurst ist SPD“
Das Wahlkampfplakat und seine Macher

Die SPD hat die Erfinder des Kult-Plakats „Currywurst ist SPD“ vorgestellt. Zwei Studenten aus Tübingen hatten an einem Wettbewerb der wahlkämpfenden Sozialdemokraten in Nordrhein-Westfalen teilgenommen.
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DüsseldorfErik Flügge war selbst überrascht: Dass die Resonanz auf seinen Plakatentwurf „Currywurst ist SPD“ so groß sein würde, hätte er nicht gedacht. Das Plakat siegte bei einer Online-Abstimmung. Am Mittwoch stellte SPD-Generalsekretär Michael Groschek den glücklichen Sieger Flügge in Düsseldorf der Öffentlichkeit vor. Er ist einer der beiden Designer des Plakats. Der andere, Jonathan Gauß, blieb daheim in Tübingen.

Erik Flügge ist 25 Jahre alt und studiert Politikwissenschaften in Tübingen. Jonathan Gauß ist sein Kommilitone, er hatte die Idee, am Online-Plakat-Wettbewerb mitzumachen. Das Ergebnis zeige, „wie wir uns Glücklichsein in Nordrhein-Westfalen vorstellen“, erklärte Flügge. Dabei sind die beiden Studenten zu „95 Prozent Vegetarier“ und essen nur einmal im Monat eine Currywurst.

Inspiriert wurden die beiden Juso-Mitglieder von Herbert Grönemeyers Lied „Currywurst“ sowie „eigenen Erfahrungen im Pott“, sagte Flügge. Der beste Werbeeffekt sei die Unterstützung von Martin Sonneborn, dem Vorsitzenden der Satirepartei „ Die Partei“ gewesen. Das „Lebensgefühlplakat“ sei trotz dieses Beistands von satirischer Seite als ernstes Wahlkampfplakat gemeint.

Doch hilft das Currywurstplakat der SPD im Wahlkampf? Oder zeigt sich letztlich, dass die Umkehr des Werbespruchs, also „SPD ist Currywurst“, gilt? Flügge macht das keine Sorgen.

Zumindest stimmt der Spruch „SPD isst Currywurst“ – bei der Vorstellung in der Parteizentrale in Düsseldorf wurde das Ruhrpott-Leibgericht gereicht. Wobei die SPD am Geschmack der Currywurst noch arbeiten müsste.

Kommentare zu " „Currywurst ist SPD“: Das Wahlkampfplakat und seine Macher"

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  • Den Grünen würde ein Plakat:

    "Wir sind Bio Laden"

    gut stehen.

    Darauf zu sehen ein bärtiger Turbanträger in grünem Gewand der eine übergrosse Sonnenblume hält wie Moses einst seinen Stab...

  • Ich finde, das ist eine Beleidigung der Currywurst!

  • Also, so geht das nun ganz und gar nicht.

    Soll etwa die Currywurt die Leit-Speise im Ruhrpot sein ?
    Das ist ganz klar eine Diskriminierung unserer Bürger mit Migrationshintergrund.

    Ich schlage vor das Plakat in "SPD ist Döner mit Kartoffelsalat" abzuändern.

    Hr. Flügge kann froh sein das er nicht bei den Piraten ist, IM Loepelmann sieht und hört alles.



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