NRW-CDU nach der Wahl
Mehr Bauern, mehr Handwerker, mehr Merz

Am Tag nach der Wahlkatastrophe leckt die nordrhein-westfälische CDU ihre Wunden, versucht, einen offenen Machtkampf zu verhindern, und fragt sich, ob ihre wirtschaftspolitische Kompetenz noch zu erkennen ist.
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Die schwerste Wahlniederlage in sechs Jahrzehnten Nachkriegsgeschichte ist gerade 18 Stunden alt, und Oliver Wittke versucht sich in einer ersten Analyse: „Wenn 36 Prozent aller Wähler, die nicht mehr CDU gewählt haben, sagen, sie zweifeln an unserer Wirtschaftspolitik“, zitiert der nordrhein-westfälische Generalsekretär die Zahlen der Meinungsforscher, dann müsse sich die CDU fragen, ob sie ihre Kernthemen noch richtig vertrete. „Mit Friedrich Merz ist das letzte bekannte wirtschaftspolitische Gesicht der CDU verloren gegangen“, klagt Wittke weiter. Und:  „Wir dürfen unsere Themen nicht auf Integration und Energiewende beschränken, sondern müssen dafür sorgen, dass die Landwirte und Handwerker uns als ihre natürliche Partei ansehen.“

Gerade haben die Christdemokraten einen Wahlkampf hinter sich, bei dem der gescheiterte Spitzenkandidat und Bundesumweltminister Norbert Röttgen „die Energiewende nach NRW bringen“ und eine eigene Staatssekretärin für Integration in der Staatskanzlei installieren wollten. Also rot-grüne Kernthemen an sich riss. Und kläglich scheiterte.

Zurück zur Stammklientel oder doch nach vorne zu neuen Wählerschichten? Da ist es wieder, das Dilemma der CDU: In den großstädtischen Milieus verliert sie kontinuierlich Anhänger. Wenn sie dann das moderne Lebensgefühl treffen will, sich öffnet für Themen wie Integration oder Umweltschutz, gehen die Stammwähler flöten.

Bei der Schlappe am Sonntag passierte allerdings gleich beides: In vielen Großstädten fiel die CDU unter 20 Prozent, in Köln etwa ist sie nur noch drittstärkste Kraft nach den Grünen. Zugleich verlor die CDU in traditionellen Hochburgen besonders dramatisch.

Braucht die CDU nun ein konservativeres Profil? Nein, sagt Wittke, man müsse eben beides machen: Modernisierungsthemen ansprechen, aber eben nicht nur.

Und wer soll das nun machen nach dem Rücktritt Röttgens als Parteivorsitzender? In der Partei laufen die Drähte heiß, es sei „eine Vielzahl von Gesprächen“ nötig, sagt Wittke. In der engeren Wahl stehen Röttgens Stellvertreter als Parteichef und Ex-Integrationsminister Armin Laschet sowie der bisherige Fraktionschef Karl-Josef Laumann.  Beide versuchen den Eindruck zu verhindern, die CDU stehe vor einem Machtkampf.

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Warum die Partei keine Doppelspitze mehr will

Kommentare zu " NRW-CDU nach der Wahl: Mehr Bauern, mehr Handwerker, mehr Merz"

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  • Wenn die CDU in NRW den Laschet als Parteivorsitzenden installiert, können sie sich gleich auflösen.
    Laschet ist der absolute Türkenliebhaber.
    Der reiste sogar in die Türkei um Erdogan zu fragen, wie man denn die jungen Türken die hier leben, ausbilden soll
    Also offenbar sind wir eine türkische Kolonie
    Laschet soll zu den Grünen gehen, da paßt er hin

  • Germanenhengst
    lt. Claudia Roth sind Detuschen noch noch Menschen ohne Migrationshintergrund.
    Und die CDU hat das übernommen

  • „Mit Friedrich Merz ist das letzte bekannte wirtschaftspolitische Gesicht der CDU verloren gegangen“, klagt Wittke weiter."

    Merz hat doch Rottgen beraten? Und nun?

    Merz gehört zu den Gründungsmitgliedern des INMS.
    Kein Tag vergeht, wo hier nicht deren Propaganda in die Berichte einfließt, naja, ist auch einfach, weil dieser gleich die Texte produziert, man muß die dann nur noch abschreiben.

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