Parteispenden
Wie die Piraten ihr Geld erbeuten

Über den Wahlerfolg einer Partei entscheiden auch die Finanzen. Die Piratenpartei hat bisher nur sehr wenige illustre Spender, wie etwa den Alt-68er Rainer Langhans. Aber sie kennt andere Geldquellen - vor allem im Netz.
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DüsseldorfDie Kassenhüter der Piratenpartei sind nicht zu beneiden. Als Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft am 14. März ihren Rücktritt ankündigte und den Weg für Neuwahlen im größten Bundesland frei machte, stand ihre Partei ziemlich nackt da. Ganze 250.000 Euro hatten Piraten auf dem Konto. Davon war zudem ein beträchtlicher Teil für laufende Kosten und Computer-Neuanschaffungen verplant. Inzwischen haben die Piraten zwar einige neue Geldquellen angezapft - aber sie müssen mit einem Bruchteil dessen auskommen, was die anderen kleinen Parteien ausgeben können.

Dabei ist auch dem Wahlkampfmanager der Piraten Lukas Lamla klar, welche Rolle das Geld im Kampf um die Stimmen spielt. „An das Geld ist die Außenwirkung gebunden,“ sagt er. „Wir mussten schon Wahlkampfaktionen absagen, weil sie zu teuer waren.“ Für den Wahlkampf in Nordrhein-Westfalen haben die Piraten bislang ein Budget von 120.000 Euro zur Verfügung. Zum Vergleich: Selbst Grüne und Linkspartei haben für den Wahlkampf ein Budget von 500.000 Euro eingeplant.

Das Geld der Piraten kommt zum einen aus den Mitgliedsbeiträgen; zum anderen aus der Wahlkostenerstattung nach der letzten NRW-Wahl 2010. Hinzu kommen Spenden: Derzeit gehen täglich rund 1000 Euro auf dem Konto der Piraten ein - vor allem Kleinbeträge zwischen drei und 15 Euro.

Besonders einträglich sind Spenden bei der so genannten PledgeBank. Dort geben Personen Spendenversprechen ab - und knüpfen die Auszahlung an Bedingungen. Die Spende dort läuft nach dem Muster: Ich verspreche zehn Euro für das nächste Plakat in Düsseldorf zu spenden, wenn X Personen dasselbe machen.

Lukas Lamla erklärt das Erfolgsrezept so: "Uns fällt es viel leichter Spenden zu sammeln, wenn wir das projektbezogen machen." Als nächstes Projekt wollen die Piraten dort Geld sammeln, um ihr Parteiprogramm auf eine Hör-CD bringen.

Während die Piraten sehr viele Kleinspenden an Land ziehen, ist ihr Erfolg beim Einwerben von Großspenden eher gering: Die größte Spende einer Einzelperson in NRW liegt bisher bei 800 Euro.

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Der Kommunarde als Großspender

Kommentare zu " Parteispenden: Wie die Piraten ihr Geld erbeuten"

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  • Die Piratenpartei liefert hier und auf anderen Foren auch eine lausige Pressearbeit. Recherchieren Sie erst mal zum Thema Urheberrecht, bevor Sie solch einen Unsinn verbraten. Habe mehrere Häuser umgebaut - selbstverständlich ohne Einverständnis des früheren Architekts. Und lernen Sie mal etwas mehr Deutsch.

  • aber beim parteien vergleich sind die piraten dichter an der NPD als an der CDU..... ach

  • Die Piraten die Piraten ham keine Schätze keine Kohle zum verbraten.Die Altpartein lassens krachen den die wollen mit der dicken Kohle eure Stimmen holen.Einfach weiter mit der Geldverschwedung das es blendet.Die Alten kommen wieder an die Macht durch die Geldesmacht drum darf sich jeder rühmen wenn er gibt den Piraten einige Krummen.
    Bisgen pinke pinke dürfst auch sein schaut auf die Piratenseite rein.

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