SPD feiert Kraft
„Was für ein toller Abend“

Sie hatten einen Erfolg erwartet, es wurde ein Triumph. Die NRW-SPD kann ihr Glück kaum fassen. Neben der Ausgelassenheit dominiert bei der Wahlparty der Sozialdemokraten noch ein zweites Gefühl: Schadenfreude.
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DüsseldorfAls um Punkt 18 Uhr die erste Zahl über den Bildschirm flimmert, ist der Jubel ohrenbetäubend. 25 Prozent, damit hätte bei der SPD niemand gerechnet. Die Zahl taucht wohlgemerkt nicht neben dem roten Balken auf, sondern neben dem schwarzen, dem der CDU. Als dann die zweite Zahl eingeblendet wird, gibt es für die Sozialdemokraten kein Halten mehr: Sie liegen sich in den Armen, springen, tanzen und einige haben feuchte Augen.

Hannelore Kraft, oder einfach „unsere Hannelore“, wie sie hier unter den Genossen heißt, hat es geschafft. 39 Prozent für die SPD, das ist die endgültige Wiederauferstehung der Sozialdemokratie an Rhein und Ruhr. Die Grünen haben zwölf Prozent geholt, damit hat Kraft ihr Minderheitsbündnis in eine Mehrheitsregierung überführt.

Vergessen ist in diesem Moment die krachende Niederlage, die Peer Steinbrück 2005 eingefahren hatte. Vergessen ist auch die Zitterpartei von 2010, als die eigene Mehrheit am Ende hauchdünn verfehlt wurde. Das heute ist ein klarer Sieg, keine Wenns, keine Abers. Es ist genau das Ergebnis, dass sich die Sozialdemokraten so sehr herbeigesehnt haben. Was die Genossen besonders freut: Die alten Kräfteverhältnisse in der Herzkammer der Sozialdemokratie sind wiederhergestellt. Die CDU ist vernichtend geschlagen.

Schon um kurz nach sechs tritt CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen vor die Kameras und spricht Klartext. Die Ergebnisse seien „bitter“, die Niederlage „klar“ und verantwortlich kein anderer als er selbst. Bei jeder rhetorischen Pirouette, die der Bundesumweltminister dreht, klatschen die SPD-Anhänger, als Röttgen seinen Rücktritt vom Landesvorsitz erklärt, kommen Sprechchöre auf. „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin.“ Schon vor dem Wahlsonntag war die Siegessicherheit der Sozialdemokraten so groß gewesen wie schon lange nicht mehr. Satte sieben Prozentpunkte Vorsprung vor der Union hatten die Demoskopen prophezeit. Doch dass es am Ende fast 14 seien würden, damit hätte keiner gerechnet.

„Wir werden es schaffen“, hatte Hannelore Kraft noch beim Wahlkampfabschluss am Freitagabend in der Bochumer Jahrhunderthalle gerufen. SPD-Chef Sigmar Gabriel hatte die Mülheimerin da schon kurzerhand zur „alten und neuen Ministerpräsidentin Nordrhein Westfalens“ erklärt. Doch trotz der offensiv zur Schau getragenen Zuversicht blieb ein letztes Quäntchen Ungewissheit bis zum Schluss bestehen. Hatten nicht bei der Wahl 2010 am Ende wenige Tausend Stimmen für eine eigene rot-grüne Mehrheit gefehlt? Was, wenn es dieses Mal wieder so kommen würde? Würde Kraft dann ein Ampel-Bündnis mit FDP und Grünen schmieden, oder müsste sie sich gar mit der ungeliebten CDU arrangieren?

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"Ehrlich gesagt bin ich jetzt total kaputt"

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  • Foreigner
    Voters = 13.2 inhabitants North Rhine-Westphalia
    Turnout = 29%, SPD = 38%
    SPD votes = (0.38) * (0.29) * (13.2m) = ~ 1.5 M
    13.2m - 11.7m = 1.5M inhabitants reject SPD
    Wahlberechtigten = 13.2 NRW Einwohnern
    Wahlbeteiligung = 29%, SPD = 38%
    SPD Stimmen = (0.38)* (0.29) *(13.2M) =~1.5 M
    13.2M – 1.5M = 11.7M Einwohnern lehnen SPD ab

  • Frau Kraft (SPD) hat die Mehrheit in einem Parlament, welches nun einen verfassungsgemäßen Haushalt liefern muss. Wird nicht funktionieren.

    Hauptsache die SED ist nicht mehr beteiligt.

  • leute das ist nur eine politikerin, nicht immer zuviel hineininterpretieren, dann is man auch hinterher nicht so entäuscht.

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