NRW-Wahl 2012

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Wahl-TV-Abend: Chili, Currywurst und K-Fragen

Welche Rolle haben Currywürste für den Wahlsieg von Hannelore Kraft gespielt? Und was haben Sigmar Gabriel von der SPD und Ursula von der Leyen von der CDU gemeinsam? Die TV-Kritik eines dramatischen Wahlabends.

SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen während eines TV-Interviews zum Wahlausgang. Quelle: Reuters
SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und CDU-Spitzenkandidat Norbert Röttgen während eines TV-Interviews zum Wahlausgang. Quelle: Reuters

„Verdanken Sie Ihren Wahlsieg auch der Currywurst?“, fragte Tom Buhrow in einem Kurzinterview einer Kurzausgabe der „Tagesthemen“ vor Günther Jauchs Talkshow gestern Abend Hannelore Kraft. Die alte und neue nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin parierte die Anspielung auf das bekannteste Wahlplakat der SPD so souverän wie sie auch ihren clevereren Wahlkampfspruch „Wir haben versprochen und wir haben gehalten“ noch mal anbrachte. Auch die K-Frage, die ihr im Laufe des Abends jeder Interviewer gestellt hatte, also ob sie denn nun Kanzlerkandidatin der SPD würde, beantwortete Kraft so routiniert wie zuvor. Natürlich beging sie nicht den Fehler des Herausforderers Norbert Röttgen, Zweifel an ihrem Verbleib in der Landeshauptstadt Düsseldorf zu wecken.

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Im Anschluss wurde der Wahlabend bei Günther Jauch noch weniger aufregender. An einem seiner mal wieder weniger inspirierten Tage hielt der Moderator zunächst merkwürdig ausgiebig die „Bild am Sonntag“ in die Kamera. Anhand von Fragebögen, die Kraft und Röttgen ausgefüllt hatten, wollte er äußerst allgemein die Rolle von Emotionen in modernen Wahlkämpfen bereden. Seine vier allesamt niedersächsischen Gäste wollten das nicht so recht. Jürgen Trittin (Grüne) und Ursula von der Leyen (CDU) stritten hingebungsvoll darüber, ob die schwarz-gelbe Bundesregierungskoalition elf Landtagswahlen verloren oder doch nicht ganz verloren habe.

Die Bilder zur Wahl Jubel, Trubel, Einsamkeit

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Philipp Rösler (FDP) wies nicht bloß einmal darauf hin, dass die NRW-FDP den Anstoß für die Neuwahlen gegeben hat, als sie bei zwei Prozent Umfragewerten lag, Sigmar Gabriel (SPD) bildete entspannt lange Sätze zu diversen Themen. Als die Runde sich aufs Thema der europäischen Schuldenkrise und die Frage verlegte, ob die Finanzmärkte besteuert werden sollten, von der man in Talkshows schon länger nichts mehr gehört hatte, schien das Moderator Jauch nicht recht zu sein. Er hat kommenden Sonntag Thilo Sarrazin und Peer Steinbrück in einer Euro-Sendung zu Gast, verkündete er am Abend, und wollte sich das Thema vielleicht aufsparen. 

Tatsächlich war es bei der TV-Berichterstattung zur NRW-Wahl ratzfatz zugegangen: Noch vor der ersten Hochrechnung, gegen 18.10 Uhr, war CDU-Mann Röttgen vom Landesvorsitz zurückgetreten. Schon um 18.30 Uhr steckte man in ARD und ZDF in alles erklären sollenden Detailfragen. Wie alt waren die CDU-Wähler, welchen Kanzlerkandidaten würden nordrhein-westfälische SPD-Wähler bevorzugen: Jörg Schönenborn (ARD) hatte eine Fülle solcher Fragen stellen lassen. Im ZDF diagnostizierte der frühere "Focus"-Chefredakteur Helmut Markwort derweil einen "Linksruck". Der aktuelle "Spiegel"-Chefredakteur Georg Mascolo widersprach insofern, als dass die Piraten erst noch herausfinden müssen, ob sie wirklich links sind. 

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Die ARD-Interviews in Düsseldorf führte Frank Plasberg und genoss es, seine „hart aber fair“-Attitüde mal wieder politisch mit Leben füllen zu dürfen. Zum Wahlkampfspruch „Das ist meine FDP“ und vor allem dem Possessivpronomen darin befragte er den FDP-Spitzenkandidaten Christian Lindner. „Nicht meine persönliche FDP, die die Menschen sollen das sagen“, erläutert der junge alte Talkshow-Haudegen gern. 

  • 14.05.2012, 12:35 Uhrmargrit117888

    Teil II
    Eine DDR-Frau, stramm sozialistisch, hat leider die bürgerliche Mitte in dieem Land zerstört.
    Presse und Medien haben zugesehen, anstatt in Opposition zu gehen. Presse sollte eigentlich imemr Opposition zur Politik sein und nicht das Sprachrohr
    40% Nichtwähler und ein Wahlergebnis von 26% für die CDU. Merkel selbst hat ja ebenfalls 2005 schon das 2. schlechteste Wahlergebnis für die CDU gehabt.
    Wann also wacht die CDU auf? Die Frage müßte diskutiert werden
    Und wann wacht die Presse auf und analysiert dies endlich mal?

    Jauch war grottenschlecht und enorm niveaulos.
    Das war eine Unterschichten-Sendung

  • 14.05.2012, 12:34 Uhrmargrit117888

    Teil I
    Nun wollen wir das alles doch mal nicht überbewerten
    NRW war fast immer SPD-regiert, es ist nun mal das Stammland der SPD.
    Und bei so einem schlechten Gegenkandidaten wie Röttgen hätte auch Lieschen Müller oder Nachbars Dackel gewonnen
    In dem Fall war es eben Kraft. Ob die Zufriedenheit der Bürger in NRW mit dieser alten-neuen Regierung bleibt, wird abzuwarten sein, denn die Euro-Krise wird mit Macht kommen und dann sieht vieles anders aus, wenn in NRW reiehenweise die Arbitsplätze fallen, übrigens auch wegen des Ökowahns
    Und ob der Schulquatsch mit anhaltender Kuschelpädagogik zum Erfolg führt, oder nur weitere Hartz IV-Empfänger hervorbringt, wird man sehen
    Was mich nur ärgert, dass die antideutschen Grünen drin sind und relativ stark.
    Das aber alles jetzt gleich auf den Bund zu projezieren, halte ich für Unsinn. Bis zum nächsten Jahr kann noch viel passieren.
    Dass in Deutschland ein enormer Linksrutsch da ist, da hat Markwort Recht. Aber leider nicht im Sinne der früheren, alten SPD, sondern eher mehr und mehr demokratie- und vor allem bürgerfeindlichfeindlich
    Und ja, er hat Recht, auch die Piraten sind links, hinzu kommt bei denen eine enorme Dummheit. Sie sind halt die Partei der Spaßgeneration, zum Wohle unseres Landes aber ganz sicher nicht
    Unsere strammen Linken, SPD,Grüne und CDU wollen die Bürger gängeln.
    Der Linksrutsch kommt natürlich daher, weil ja auch die CDU links geworden ist, von konservativ-bürgerich kann ja nicht mehr die Rede sein.
    Wir haben de facto keine bürgerliche Partei mehr in Deutschland und ich denke, bis zum nächsten Jahr werden sich rechte Parteien bilden, die dann evtl. wieder so rechts sind, wie wir es eigentlich auch nicht wollen

  • 14.05.2012, 12:14 Uhrmargrit117888

    Gut beschrieben
    Zustimmung

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