Wohlfühl-Wahlkampf mit Hannelore
Wie Kraft den Sieg einfährt

Geht es nach den Demoskopen, ist die NRW-Wahl schon gelaufen – gegen Hannelore Kraft wirkt Norbert Röttgen chancenlos. Doch was ist das Erfolgsgeheimnis der Ministerpräsidentin? Eine Spurensuche im Wahlkampf.
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Mülheim/Gelsenkirchen/MünsterEin negatives Wort über Borussia Mönchengladbach wird man von Hannelore Kraft nicht hören, die NRW-Ministerpräsidentin liebt ihren Fußballverein mit Haut und Haar. Nur eine Sache gibt es, die sie an den Fohlen-Kickern wirklich stört: „Was die nicht können, ist mal den Ball zu halten und auf Ergebnis zu spielen.“ Wegen dieser Schwäche wurde in der laufenden Saison schon so mancher Vorsprung leichtfertig wieder hergegeben. Gladbach spielt deshalb nicht um die Meisterschaft, sondern nur um die Europapokal-Plätze.

Auch wenn Hannelore Kraft es niemals zugeben würde: Ihre derzeit größte Angst ist es, genauso zu enden, wie ihre „wahre Borussia“.

Der Vorsprung, den Krafts SPD in Umfragen genießt, ist märchenhaft. Bei 40 Prozent sehen die Meinungsforscher die Sozialdemokraten inzwischen, die CDU liegt abgeschlagen bei 29 Prozent. Kraft schwimmt auf einer Welle des Erfolges, ihr CDU-Herausforderer Norbert Röttgen kommt dagegen kaum vom Start weg. Was der SPD-Frau zusätzlichen Auftrieb beschert: Ihr Wunschpartner, die Grünen, liegen bei zehn Prozent. Würde es am Wahlabend so kommen, hätte Kraft ihre Minderheitsregierung in ein stabiles Regierungsbündnis überführt. Es wäre ihr persönlicher Meisterschaftsgewinn.

Allerdings muss sie dafür ihren Vorsprung in den kommenden vier Wochen verteidigen. Das heißt, sie muss aufmerksam bleiben, den Ball in den eigenen Reihen halten und darf selbst keine Fehler mehr machen. Die 50-Jährige muss auf Ergebnis spielen. Kann sie das?

Es ist sechs Grad kalt, als Kraft an einem Samstagmorgen im dünnen Hosenanzug durch die noch etwas verschlafene Fußgängerzone ihrer Heimatstadt Mülheim marschiert. In einer halben Stunde will sie die heiße Phase des Straßenwahlkampfs eröffnen, doch um kurz vor zehn sind nur wenige Mülheimer in der Stadt unterwegs. „Es ist noch ein bisschen leer hier“, sagt sie fast entschuldigend zu Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit, der als Unterstützer angereist ist.

Doch Kraft ist Profi – und geht umso entschlossener auf die wenigen Passanten zu. „Nicht erschrecken, wir tun nichts“, sagt sie, wenn jemand angesichts der mehreren dutzend Journalisten im Schlepptau der Spitzenpolitiker Reißaus nehmen will. Ein Händeschütteln, ein paar nette Sätze, zum Abschied eine kurze Umarmung – Kraft gibt die Landesmutter zum Anfassen.

Kommentare zu " Wohlfühl-Wahlkampf mit Hannelore: Wie Kraft den Sieg einfährt"

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  • wer ist eigentlich die frau auf dem bus die da austeigt ist eine ex Ministerpräsidentin die es nach meiner kenntnis nicht geschaft hat einen Verfassungskonformen haushalt auf zu legen.Und aufgeschönt von den Plakaten lächelt.wenigstens haben die Plakate erliche falten.mensch wenn die einen bei den Bildern auf den Plakaten schon betupen und nur wahlkampf führen um in Berlin an die Macht zu kommen da läuft was mächtig falsch in NRW Hoffentlich schießt die rot grüne desaster nicht direkt auf den olymp dann können uns nur die Griechen retten.

  • "Was ist ihr Erfolgsgeheimnis?" so die Frage vom HB im Arteikel
    Ganz einfach. ihr dümmliches Kinderlächeln und immer wieder die Botschaft "ich bin ein Kind aus dem Ruhrpott, aus einfach Verhöltnissen, ich bin also eine von Euch"
    Das genügt den meisten Leuten, die sich weder mit ihrem Wahlprogramm, ihren Vorhaben etc. befassen
    also nichts hinterfragen.
    Von den vielen Schulden weiß die Mehrheit wahrscheinlich nicht mal was, zu was auch.
    Die Deutschen sind dumme Schafe.
    Hinzu kommt natürlich, dass Röttgen der wirklich denkbar schlechteste Gegen-Kandidat ist und genau das weiß die Kraft.
    Röttgen ist nur ein eitler, arroganter Lümmel und kommt beim normalen Bürger nun mal gar nicht an.
    Das hat die NRW-CDU sich selbst zuzuschreiben.

  • Zu diesen Kommentar kann man nur sagen:

    Sermo datur cunctis, animi sapientia paucis.

    Die erste große Finanz- und Wirtschaftskrise hat in der Großen Koalition FM Peer Steinbrück/SPD gemeistert und viele Länder mit SPD-Ministerpräsidenten haben einen soliden Haushalt oder bemühen sich,wie einige ihrer Kollegen von der CDU, um Schuldenabbauch, siehe Saarland, Schleswig-Holstein etc.
    Die nicht nachweisbaren Argumente, wie von einem Kommentator angegeben, plaudert man nach,wenn man keine Ahnung von Finanzökonomie hat. Also Zahlen,Fakten,Tatsachen sprechen lassen!!!

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