NSA-Affäre
Beweise für US-Wirtschaftsspionage fehlen

Verfassungschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen warnt vor voreiligen Verdächtigungen. Bisher habe er keine Beweise dafür erhalten, dass amerikanische Geheimdienste die deutsche Wirtschaft ausspähen.
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BerlinDeutsche Sicherheitsbehörden haben nach Angaben von Verfassungsschutz-Präsident Hans-Georg Maaßen keine Hinweise auf Wirtschaftsspionage der USA. „Wir haben bislang keine Beweise, dass amerikanische Nachrichtendienste deutsche Top-Unternehmen ausspähen“, sagte Maaßen am Mittwoch bei einer Sicherheitstagung in Berlin. Er warnte, nicht jeden Verdacht dazu zu nutzen, die Zusammenarbeit mit den USA zu diskreditieren.

Mit Blick auf die Sicherheitslage gelte: „Die Amerikaner waren, sind und bleiben für uns ein ganz wichtiger Partner.“ Maaßen sagte, im Zuge der Enthüllungen des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden habe er Unternehmensverbände nach Hinweisen auf westliche Spionage gefragt. „Derartige Informationen sind mir bis heute nicht mitgeteilt worden.“ An erster Stelle bestünden aus Sicht seiner Behörde Gefahren durch nachrichtendienstliche Angreifer aus Russland und China.

Maaßen mahnte, nicht jeder Suchbegriff (Selektor) zu einem Rüstungsunternehmen bedeute, dass dieses von den USA ausspioniert worden sei. So hätten ausländische wie auch deutsche Dienste etwa ein Interesse daran, dass bestimmte Rüstungsgüter nicht an Staaten wie Nordkorea geliefert und dass Embargobestimmungen eingehalten würden. Es sei daher zu kurz gesprungen, von Wirtschaftsspionage zu sprechen, wenn Rüstungsfirmen auf Sektorenlisten stünden.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " NSA-Affäre: Beweise für US-Wirtschaftsspionage fehlen"

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  • Das hat schon fast etwas Goebbelsches... HGM sollte einfach mal einen Blick in G. Greenwalds Buch (Die globale Überwachung) werfen. Dort ist belegt, dass die USD-Dienste u.a. in Deutschland Wirtschaftsspionage betreiben.
    Unfassbar.

  • >> „Wir haben bislang keine Beweise, dass amerikanische Nachrichtendienste deutsche Top-Unternehmen ausspähen“, sagte Maaßen >>

    Man möchte glauben, dieser Geheimdienstheini ist in seiner NAIVITÄT nicht zu überbieten.

    Für solche Behauptungen in der Öffentlichkeit sollte man diesen Dampfblasenplauderer sofort entlassen und seinen Verein auflösen.

    Als ein Verein, der zu 100 % von Steuergeldern finanziert wird, hat man von ihm andres zu erwarten, als HOCHVERRAT zu decken.

    Unglaublich was in der Szene abgeht.

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