NSU-Untersuchungssausschuss

Verfassungsschutz verweigert Mitarbeiter im Falle von V-Mann „Corelli“ die Aussage

Der NSU-Untersuchungsausschuss soll eigentlich Licht in den mysteriösen Tod des V-Manns „Corelli“ bringen. Doch der Verfassungsschutzpräsident verweigert dem zuständigen V-Mann-Führer die Aussage.
Der Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat eine Aussagegenehmigung für den V-Mann-Führer des verstorbenen Spitzels „Corelli“ abgelehnt. Quelle: dpa
Aussage-Verbot

Der Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen hat eine Aussagegenehmigung für den V-Mann-Führer des verstorbenen Spitzels „Corelli“ abgelehnt.

(Foto: dpa)

Der V-Mann-Führer des mysteriösen rechten Spitzels „Corelli“ darf im NSU-Untersuchungssausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags nicht aussagen. Das berichtete der Ausschussvorsitzende Sven Wolf (SPD) am Montag.

Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen habe eine Aussagegenehmigung abgelehnt. Der Landtag will die Rolle und den rätselhaften Tod des V-Manns vom 2. Juni an aufarbeiten. „Corelli“ soll während seiner Zeit in der rechten Szene Sachsen-Anhalts Kontakte zum Terror-Trio NSU gehabt haben. Er war in Paderborn im Alter von 39 Jahren an einer unerkannten Diabetes gestorben. Der Verbindungsmann fiel demnach im April 2014 in ein tödliches diabetisches Koma.

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