Nürburgring-Pleite
Beck will nicht zurücktreten

Es tue ihm leid, sagt Rheinland-Pfalz Ministerpräsident Beck und gibt Fehler zu. Er will aber nicht wegen der Nürburgring-Pleite zurücktreten. Die landeseigene Förderbank ISB sieht er nicht in Gefahr.
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Mainz/MünchenNach der Pleite des Nürburgrings hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) Fehler zugegeben. Es tue ihm „mehr als nur leid“, dass seine Regierung das Großprojekt eines Freizeitparks am Ring früher nicht anders beurteilt habe. „Jetzt zeigt sich, das ist zu groß geraten“, sagte Beck der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag).

Er übernehme die „Gesamtverantwortung“ für die jetzige Lage. Einen Rücktritt, wie von der Opposition gefordert, lehnt der Regierungschef aber ab. „Ich habe in meinem Leben noch nie die Angewohnheit gehabt, davonzulaufen, wenn etwas schwierig war.“ Auf die Frage, ob er bis zum Ende der Legislaturperiode 2016 im Amt bleiben wolle, bekräftigte der 63-Jährige: „Solange meine Gesundheit das erlaubt, werde ich meine Aufgabe erfüllen.“

Der Ministerpräsident betonte in dem Interview, er habe die Bürger vor der Landtagswahl 2011 nicht über die Aussichten am Nürburgring belogen. Falls 200 Millionen Euro verloren gingen, was er nicht glaube, werde „das Land nicht handlungsunfähig“. Er habe sich in den vergangenen Jahren Hunderte Male gefragt, „gab es einen Punkt, an dem Du aus damaliger Sicht anders hättest entscheiden müssen“. Aber hinterher sei man immer schlauer.

Die oppositionelle CDU sieht, gestützt auf ein Rechtsgutachten, die landeseigene Förderbank ISB bei der Finanzierung des Nürburgring-Ausbaus in Pleitegefahr. Beck sagte dazu: „Das ist für meine Begriffe zu weit hergeholt. Wir haben das gemacht, was Förderbanken der Länder und des Bundes schon immer gemacht haben.“ An diesem Mittwoch (1.8.) befassen sich damit Landtag und Ausschüsse in Sondersitzungen.

Auf die Frage, wie es mit der Formel 1 weitergehe, antwortete Beck mit Blick auf die nun verantwortlichen Sanierungsexperten im Insolvenzverfahren des Nürburgrings: „Das weiß ich nicht, das liegt nicht mehr in unserer Hand.“ Formel-1-Chef Bernie Ecclestone habe Interesse an der Eifel bekundet.

Die Modernisierung der Rennstrecke und der Bau des Erlebnisparks mit Achterbahn und anderen Einrichtungen waren mit 486 Millionen Euro aus Steuermitteln gefördert worden. Es sei aber kein Prestigeprojekt gewesen, sondern der Versuch, mehr Besucher in die Eifel zu locken und dort neue Arbeitsplätze zu schaffen, erklärte Beck.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • An Ameliegnom....
    Schäule / Merke löffeln grad die Suppe von unserem ach so großen Staatsmann Kohl aus... den schwachsinngen Euro haben wir ja ihm zu verdanken...und zur Herrn Beck Leistung kann ich nur eins sagen...den müßte man aus Rheinland Pfalz prügeln...seine Gehälter inklusive Pensionsansprüche steichen und sein Privatvermögen beschlagnahmen...wir haben von diesen Typen die Schauze gestrichen voll....

  • Da haben Sie Recht.

    Wetten, dass alle am Sessel kleben? Wenn alle drei nicht mehr in Funktion sind, dann fragt kein Mensch mehr nach denen. Was für ein Trauma? Hat denn niemand Mitleid mit denen?

    Der Kurt hat doch nur hunderte von Millionen versemmelt. Die anderen wissen noch nicht einmal wie viele Milliarden sich da aufhäufen und dann verlangen Sie deren Rücktritte?

    Das ist ja so, als würden Sie behaupten wollen, dass wir solche Typen überhaupt nicht brauchen. Denken Sie doch einmal an die, die sehr gut mit diesen Typen klar kommen. So gut klar kommen, dass Sie sich auch Hoffnung machen, auch einmal eine Geburtstagsparty ausgerichtet zu bekommen.

    Sie müssen schon etwas mehr Gerechtigkeit für die da oben durchblicken lassen.

    ;-)

    Schauen sie doch einmal, was die alles versemmelt haben. Das schafft ein Normaltbürger nicht in hundert Leben.

  • Ich behaupte, dass im öffentlichen wie privaten Leben gelebt und Geld verprasst wird. Überall werden Fantasie-Bedürfnisse geweckt. Bei der Umsetzung der hochgelobten, teueren Projekte ist dann recht schnell das Ende der Fahnenstange erreicht und der Absturz folgt unweigerlichfrüher oder später.....

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