Nürburgringpleite Beck lehnt Rücktritt ab - „Es tut mir leid“

Die rheinland-pfälzische Landesregierung gerät wegen der Nürburgring-Pleite immer stärker unter Druck. Jetzt hat Landesvater Kurt Beck (SPD) Fehler zugegeben. Es tue ihm „mehr als nur leid“.
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Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). Quelle: dpa

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD).

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Mainz/MünchenNach der Pleite des Nürburgrings hat der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck Fehler eingeräumt. Es tue ihm „mehr als nur leid“, dass seine Regierung das Großprojekt eines Freizeitparks am Ring früher nicht anders beurteilt habe. „Jetzt zeigt sich, das ist zu groß geraten“, sagte Beck der „Süddeutschen Zeitung“ (Dienstag). Er übernehme die „Gesamtverantwortung“ für die jetzige Lage. Einen Rücktritt, wie von der Opposition gefordert, lehnt der Regierungschef aber ab.

Er habe die Bürger vor der Landtagswahl 2011 nicht über die Aussichten am Nürburgring belogen. Falls 200 Millionen Euro verloren gingen, was er nicht glaube, werde „das Land nicht handlungsunfähig“.

Die Modernisierung der Rennstrecke und der Bau des Erlebnisparks mit Achterbahn und anderen Einrichtungen waren mit 486 Millionen Euro aus Steuermitteln gefördert worden. Es sei aber kein Prestigeprojekt gewesen, sondern der Versuch, mehr Besucher in die Eifel zu locken und dort neue Arbeitsplätze zu schaffen, erklärte Beck.

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8 Kommentare zu "Nürburgringpleite: Beck lehnt Rücktritt ab - „Es tut mir leid“"

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  • O.K., Beck hat da einen oder mehrere Fehler gemacht. Aber warum deshalb so viel Theater machen? Aus meiner Sicht es es um ein vielfaches besser wenn Steuergeld hier in den Sand gesetzt wird, das dass man es denen aus dem ClubMed in den Allerwertesten schiebt.

    Und die Chaoten in Brüssel haben sich aus unseren Angelegenheit raus zu halten so lange die nicht dafür sorgen, dass der ClubMed sich an Verträge und Auflagen hält.

  • Ganz normaler Politiker; er weiss nur nicht was Verantwortung bedeutet; wie alle anderen auch.
    Wenn Verantwortung nicht weh tut sondern nur dummes grlabere ist, dann handelt es sich um Politiker.
    Jeder Unternehmer ist nach solch einer Fehlinvestition pleite und haftet dafür. Leider wird von den sogennaten Volksvertretern keiner ein Gesetz unterstützen welches Verantwortung mit Konsequentzen; auch persönliche; kombiniert. Sonst wären ja alle schon im Knast.

  • Das Programm der Sozialisten ist es doch, den Staat zu maximieren und zu pervertieren. Wer das nicht merkt soll sich nicht wundern, wenn wir eines gar nicht so fernen Tages wieder in Knechtschaft enden. Ich werde nie verstehen, wie man es klaglos hinnehmen kann ein halbes Jahr pro Kalenderjahr für den Staat zu arbeiten. Und wer dann noch anmerkt, dass das vielleicht etwas zu viel ist, wird auch noch diffamiert.

  • Ich weiß gar nicht was ihr alle habt? Herr Beck hat eine knappe halbe Millarde versenkt und bekommt das Geld über den Länderfinanzausgleich wieder zurück. Warum sollten er und seine Landesregierung sich im Vorfeld darüber Gedanken machen und einen "business Plan" erstellen wie jeder kleine Unternehmer der sich Geld leihen möchte. Aber der liebe Nachbar und Kumpel Kurt (so tritt er doch immer auf) wird nciht zurücktreten. Vielleicht wird noch ein Schuldiger gesucht und geopfert wenn das Geschrei zu laut wird, aber dies scheint die Pfälzer ja nciht einmal zu stören. Pervers was mittlerweile in Deutschland abläuft.

  • Wie immer bei den Sozialdemokraten und auch Kommunisten...Wasser prädigen aber Wein saufen.
    Hier ist die Machtgeilheit zementiert.

  • Dass der Erlebnispark am Nürburgring völlig überdimensionert ist und dass die erwarteten Einnahmen auf Zuschauerzahlen beruhen, die nie und nimmer erreicht werden konnten, war jedem klar, der sich auch nur ein bisschen mit dem Nürburgring beschäftigt hat. Dazu noch eine mehr als zweifelhafte Finanzierung und das Chaos ist perfekt. Ich erinnere mich noch an eine Doku auf dem SWR. Der damalige Wirtschaftsminister Hering wurde nach dem Finanzierungskonzept gefragt. Er antwortete, dass dieses Konzept viel zu komplex wäre um die Frage in 2-3 Sätzen zu beantworten. Direkt im Anschluss wurde die gleiche Frage an Herrn Beck gestellt. Und kaum zu glauben, Kurt Beck verweist auf die ausführliche Erklärung von Herrn Hering.
    Mit anderen Worten: Die wussten beide nicht, was da gespielt wird. Möchte nur mal wissen wie jetzt die Verantwortung von Beck aussieht. Verantwortung hat normal auch etwas mit Haftung zu tun, oder nicht?

  • Der Bau von Achterbahnen und Freizeitparks ist doch erkennbar staatliche Kernaufgabe. Weil der Staat der beste Unterhalter seiner Bürger ist. Da fehlt einfach noch eine Arena für "Brot und Spiele", dann wird das auch wieder. Wie zu römischen Zeiten. Wer aber wirft Beck den Löwen zum Fraße vor, weil er sich mit fremdem Gelde grauenhaft verspekuliert hat, anstatt sich auf staatliche Kernaufgaben zu konzentrieren? Und warum hat sich eigentlich kein privater Investor für den Nürburgring gefunden? Weil jeder sehen konnte, dass sich der ganze Zinnober niemals rechnen kann und niemand bereit war, dort dreistellige Millionenbeträge zu versenken. Wer Achterbahnen und Freizeitparks aus Steuermitteln baut, pervertiert den Staat. Wer den Staat pervertiert, darf nicht regieren.

  • Wie schön, wenn man fast 500 Millionen Euro in den Sand setzt, das dann bedauert, die Verantwortung übernimmt und das war es. So geht es nur bei Politikern, die gerne die "volle Verantwortung" übernehmen, da bei ihnen die Verantwortung meist folgenlos ist und mit etwas Glück direkt in den gut bezahlten Ruhestand oder zu einem hoch dotierten Posten in der Industrie führt. Müssten Beck und Konsorten, so wie der Lehrling mit der Facebookparty, bis an ihr Ende für den Unsinn, den sie anzetteln, bluten, bliebe dem Steuerzahler manches erspart.
    Das Land wird natürlich dadurch nicht handlungsunfähig, das war es schon vorher. Ausnahmsweise sagt er mal die Wahrheit. Alleine mit den Zinsen hätte er diversen Arbeitslosen monatlich eine ordentliche Zulage zahlen können, was die gefreut und die Wirtschaft belebt hätte. Oder er hätte für dieses Geld die Universitäten fördern können und durch gute Ausbildung Arbeitslosigkeit von Anfang an verhindern können. Macht aber natürlich nicht soviel Spaß.

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