Nur drei Bundesländer lehnen Regeln ab
Ministerpräsidenten für neue Rechtschreibung

Die Rechtschreibreform kann voraussichtlich wie geplant im Oktober umgesetzt werden. Laut einer Umfrage wollen fast alle Ministerpräsidenten das beschließen.

HB BERLIN. Die Mehrheit der Länderchefs ist für die neue Rechtschreibung. Das hat eine Umfrage ergeben, wie das Magazin «Focus» am Samstag vorab berichtete. Lediglich Niedersachsen, das Saarland und Sachsen-Anhalt lehnen demnach die neuen Schreibregeln ab.

Es sei deshalb zu erwarten, dass die Konferenz der Ministerpräsidenten die Umsetzung der Reform im Oktober beschließe, schreibt «Focus». Die Umfrage unter den Ministerpräsidenten ergab außerdem, dass es für den Vorschlag des saarländischen Kultusministers Jürgen Schreier (CDU), die Übergangszeit über den 1. August 2005 hinaus zu verlängern und alte sowie neue Rechtschreibung parallel einzusetzen, keine Mehrheit gibt. Neun der 16 Länder sprachen sich demnach gegen Schreiers Plan aus, fünf haben sich noch nicht entschieden.

Die Kultusministerkonferenz (KMK) arbeitet unterdessen daran, den neuen «Rat für deutsche Rechtschreibung» zusammenzustellen, der die Entwicklung der Schriftsprache künftig beobachten und die Regeln anpassen soll. Noch im September solle ein Vorschlag vorgelegt werden, wer dazugehören solle, sagte die baden-württembergische Kultusministerin Annette Schavan (CDU) dem Magazin.

Es sollen auch Vertreter aus Österreich und der Schweiz mitarbeiten. Im Oktober könnte das Gremium mit der Arbeit beginnen, heißt es in dem Bericht.

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