Nur im Westen: Einnahmen durch Erbschaftsteuer steigen stark

Nur im Westen
Einnahmen durch Erbschaftsteuer steigen stark

Bei keinem anderen Steueraufkommen gibt es größere Unterschiede zwischen den alten und den neuen Bundesländern: Trotz der Schwäche im Osten stieg das Erbschaftssteueraufkommen auf den zweithöchsten Wert aller Zeiten.
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DüsseldorfDie 16 Länderfinanzminister haben im abgelaufenen Jahr 7,6 Prozent mehr Erbschaftsteuer als im Vorjahr eingenommen. Dies berichtet das „Handelsblatt“ unter Verweise auf Daten aus dem Bundesfinanzministerium.

Das war der stärkste Anstieg des Erbschaftsteueraufkommens seit 2008. Mit 4,63 Milliarden Euro bescherte das Jahr 2013 die zweithöchsten Erbschaftsteuereinnahmen, die die Finanzämter zwischen Flensburg und dem Bodensee jemals verbuchten.

Allerdings sind die Einnahmen extrem ungleich verteilt. Bei keiner anderen Steuer gibt es eine vergleichbar große Bandbreite beim Pro-Kopf-Aufkommen. So leben in den fünf neuen Ländern zwar 14 Prozent der Einwohner, doch nur 1,6 Prozent des Erbschaftsteueraufkommens landete dort. Mit 78 Millionen Euro war das Gesamtaufkommen in Ostdeutschland sogar noch um zwei Millionen Euro niedriger als im Jahr zuvor.

Selbst die Biersteuer ist für die Ost-Finanzminister wichtiger als die Erbschaftsteuer. So nahm im letzten Jahr beispielsweise Thüringens Finanzminister Wolfgang Voß (CDU) lediglich fünf Euro je Einwohner Erbschaftsteuer ein, während das Pro-Kopf-Aufkommen der Biersteuer immerhin zwölf Euro betrug.

Ganz anders ist die Lage in den reichen Westländern. Jeder Hamburger überwies im Schnitt 98 Euro Erbschaftsteuer an Finanzsenator Peter Tschentscher (SPD), jeder Bayer zahlte rein rechnerisch 86 Euro an sein Finanzamt. Baden-Württemberg freute sich über immerhin 75 Euro Erbschaftsteuer von jedem Einwohner.

Ein Dossier zu diesem Thema finden Sie im Kaufhaus der Weltwirtschaft unter kaufhaus.handelsblatt.com.

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  • An der Todessteuer verdient die Staatskrake nochmal. Immerhin wurde die Knete ja zu Lebzeiten schon mal versteuert.

  • "Ein sofortiger Exodus wäre die Folge."

    Völlig unbegründeter Einwurf.
    Solch eine Sichtweise kann nur von jemandem entstammen, der selbst nichts unternimmt.(vermutl. von einem Erben)

    Ein Unternehmer bestätigt seiner selbst durch unternehmerisches Handeln, durch Umsetzung einer Vision, eines Konzeptes etc.

    All die anderen, welche sich "Unternehmer" schimpfen aber nur Eigner sind, leisten nichts und bringen auch das Land nicht weiter. Es sind nur Besitzstandswahrer.

    Besitzstandswahrer sind keine exklusiven Leistungserbringer - professionelle Verwalter (=Manager) wären ohnehin die bessere Alternative.

    Diese Eigner sind nicht nur Schmarotzer auf höchstem Niveau - sie sind durch ihre personifizierte Ungleichverteilung auch die personifizierte Schuld der derzeitigen gesellschaftlichen Krisen.

    Einfach mal die Zahlen und ihre Dynamik betrachten...
    ... und abwarten.

  • Was will dieses Linke Kampfgeschwader hier schon wieder in der Kommentarfunktion des Handelsblattes? Gibt es keine SED Seiten auf denen ihr euch austauschen könnt?

    Die Kommentare hören sich teils schlimmer an als im schlimmsten Kommunismus. Geht doch nach Frankreich, da runie... äh, Verzeihung, regieren die Sozialisten gerade das Land. Da habt ihr alles was ihr braucht. Steuern satt, das ganze Paket, Sozialismus pur! Gute Reise!

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