OECD-Bericht

Deutschland hat vergleichsweise wenig Studenten

Ein aktueller Bericht der OECD zum Thema Bildung zeigt: In Deutschland besitzen weniger Menschen eine Hochschulabschluss als in den übrigen OECD-Ländern. Dennoch sehen Bildungsexperten einen „großen Standortvorteil“ für Deutschland.
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Die Zahl der deutschen Hochschulabsolventen ist im Vergleich zu anderen OECD-Ländern unterdurchschnittlich. Quelle: dpa

Die Zahl der deutschen Hochschulabsolventen ist im Vergleich zu anderen OECD-Ländern unterdurchschnittlich.

(Foto: dpa)

BerlinIn Deutschland ist der Anteil der Hochschulabsolventen noch immer geringer als in anderen Industriestaaten. Nur 28 Prozent der jüngeren Deutschen zwischen 25 und 34 Jahren können einen sogenannten Tertiärabschluss vorweisen, während es im Durchschnitt der Länder der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) in dieser Altersgruppe 39 Prozent sind, wie aus dem am Dienstag vorgestellten OECD-Bericht „Bildung auf einen Blick“ hervorgeht. Die Studienanfängerquoten steigen demnach aber.

Deutschland zeichnet sich aber auf der anderen Seite durch eine hohe Bedeutung der beruflichen Ausbildung aus. Am deutschen Arbeitsmarkt hätten berufliche Qualifikationen einen ebenso hohen Stellenwert wie andere Bildungsabschlüsse, heißt es in dem Bericht.

OECD-Bildungsexperte Andreas Schleicher wertete dies als „großen Standortvorteil“ für Deutschland. Dies sei auch ein Vorteil in der Finanzkrise der vergangenen Jahre gewesen.

Deutschland gehört auch zu den wenigen Ländern, deren Arbeitslosenquote in der Wirtschaftskrise nicht gestiegen ist. Die Quoten seien vielmehr zwischen 2008 und 2011 auf allen Bildungsniveaus rückläufig gewesen, erklärte die OECD. Im Jahr 2011 waren in Deutschland demnach zudem etwa elf Prozent der jungen Menschen weder in Beschäftigung noch in Bildung oder Ausbildung, während es im OECD-Durchschnitt 16 Prozent waren.

  • afp
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5 Kommentare zu "OECD-Bericht: Deutschland hat vergleichsweise wenig Studenten"

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  • Wenn ein Student sein Studium selbst bezahlen muss, was wohl für die meisten jungen Leute zutrifft, hat er mit dem Ende desselben auch einen Schuldenstand von ca. 50.000 Euro oder mehr erreicht.

    Diese anstehende Verschuldungsorgie will mehr als nur zwei Mal überlegt sein!

    Hinzu kommt die Frage, ob er je in der Lage sein wird, diesen gewaltigen Schuldenberg abbauen zu können, denn mit aneinandergereihten Praktika wird das nicht gehen und wenn nur "Hungerlöhne" gezahlt werden, sollte überhaupt eine einigermaßen adäquate Anstellung erfolgen, wird der anstehende Abbau der Schulden dafür sorgen, dass das Geld zum Leben nicht mehr reicht.

    Was sagt uns das: gut gebildete, intelligente junge Menschen sind in Deutschland nach wie vor NICHT gefragt!

  • Deutschland ist übrigens rohstoffarm. Der einzige Rohstoff, den wir selbst herstellen können ist Bildung und Wissen. Aber unsere staatlichen Bildungsausgaben sind nach wie vor beschränkt bzw. belohnen Pensionäre mehr als das aktive Personal. Außerdem sorgen Gebühren für Meisterschulen, unser prekärer Wohnungsmarkt, zu strenge BAföG-Regeln und generell zu niedrige BAföG-Sätze auch weiterhin dafür, dass primär Leute mit dem richtigen Kleingeld studieren können. Und angesichts des angeblichen Fachrkäftemangels wundert es mich doch sehr, dass unsere Industrie nicht selbst auch ein Interesse an der Verbesserung der öffentlichen Bildungsausgaben und einer entsprechend erhöhten Steuerquote hat.

  • Das dämliche Dummgeschwätz dieser OECD geht mir schon lange gewaltig auf die Nerven
    Und ein besonderes Merkmal ist in den letzten Jahren, dass es immer irgendwas ist gegen Deutschland
    Diese Organisation ist so überflüssig wie ein Kropf

  • Die meisten Studierten sind doch heute nur Arbeitsvieh und werden nicht besser bezahlt, als Leute, die "nur" einen Beruf erlernt haben, weil ihre Qualifikation in der Masse, wie sie heutzutage vorhanden ist, eigentlich gar nicht gebraucht wird. Wenn man die unbezahlte Studienzeit vom Einkommen abzieht, dann wird daraus ein schlechtes Geschäft.

  • O-Ton OECD
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    In Deutschland besitzen weniger Menschen eine Hochschulabschluss als in den übrigen OECD-Ländern.
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    Diese Erbsenzählerei der OECD ist an Dummheit kaum noch zu überbieten.

    Auf Qualität kommt es an - nicht auf Quantität.

    Und erstere hat in Deutschland in den letzten 50 Jahren auch schon deutlich unter der Massenuniversität gelitten.

    ...

    Natürlich fördert die Linke die Tendenz zur Volksverblödung unter dem Deckmantel von "Bildung für alle".

    Denn wer soll sie sonst wählen?

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