OECD: Lehrer sind unmotiviert und überaltert
Schlechte Noten für deutsche Pädagogen

Eine neue OECD-Bildungsstudie kritisiert erhebliche Defizite der deutschen Lehrerschaft: Sei seien wenig leistungsbereit, nur mäßig an Weiterbildung interessiert und durch ihre Ausbildung schlecht auf den Alltag im Klassenzimmer ausgebildet.

bag BERLIN. Zwar lobt die Studie ausdrücklich die vielfältigen Reformen, die vor allem seit dem Pisa-Schock in Gang gekommen sind. Zugleich stellt sie jedoch fest, das es nur langsam vorangehe und die Bundesrepublik im internationalen Vergleich ein „Spätzünder“ sei.

Nach der am Mittwoch von der Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin vorgestellten Studie gehören deutsche Lehrer nicht nur zu den bestbezahlten, sondern auch zu den Ältesten: 45 Prozent der Pädagogen hatten 2001 den 50. Geburtstag schon hinter sich – älter sind die Lehrer nur in Italien.

Weil in den kommenden zehn Jahren fast die Hälfte ausscheidet und die Nachfrage zudem durch die steigende Zahl der Ganztagsschulen steige, brauche Deutschland „dringend neue Politikmaßnahmen“, um „frische Kräfte“ zu gewinnen, mahnen die OECD-Experten.

KMK-Präsidentin Doris Ahnen (SPD) warnte davor, ältere Lehrer „einfach abzuschreiben“, es gelte ihre Erfahrung zu nutzen. Nach Ansicht der rheinland-pfälzischen Kultusministerin soll künftig allerdings nicht mehr der Einzelne selbst entscheiden können, ob er an Weiterbildung teilnimmt, sondern jedes Lehrerkollegium einen „Fortbildungsplan“ aufstellen.

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