OECD-Studie
Deutschland bei Steuern und Abgaben im Mittelfeld

Deutschland liegt nach aktuellen OECD-Berechnungen bei der Höhe der Steuern und Abgaben im internationalen Mittelfeld. Im Jahr 2003 habe die Summe der Steuer- und Abgabenlast bei 35,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) gelegen. Großbritannien kann sich indes in einem neuen Länderbericht über gute Wachstumsprognosen freuen.

HB BERLIN. Der OECD-weite Durchschnitt bei Steuern und Abgaben betrage 36,3, der Durchschnitt der 19 Staaten der Europäischen Union 39,4 Prozent. In den vergangenen 29 Jahren sei der auf das BIP berechnete Anteil gesunken, während er etwa in Spanien, Korea oder Frankreich deutlich gestiegen sei.

In den Vereinigten Staaten habe der Anteil der Steuern- und Abgaben am BIP im Jahr 2003 bei 25,6 Prozent gelegen, in Japan bei 25,3 Prozent, heißt es in dem Papier weiter. Die Zahlen für 2003 seien die jüngsten vollständig berechneten. Nach vorläufigen Berechnungen ist der Anteil der Steuern- und Abgaben zum BIP im Jahr 2004 erneut gesunken. Er betrage 34,6 Prozent.

In einem neuen Länderbericht hat die Organisation für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung zudem die Entwicklung in Großbritannien unter die Lupe genommen. Die britische Wirtschaft dürfte demnach schon bald wieder an Wachstumstempo gewinnen. Eine weitere geldpolitische Lockerung sei deswegen vermutlich nicht erforderlich, erklärte die Organisation. “Angesichts der Tatsache, dass die gesamtwirtschaftliche Produktion nahe der Kapazität liegt, die Inflation steigt und kurzfristige Indikatoren auf eine Wachstumsbeschleunigung in Richtung Potenzial deuten, gibt es gegenwärtig keinen überzeugenden Grund für weitere Zinssenkungen“, heißt es in dem Bericht.

Die im August von der Bank of England (BoE) beschlossene Zinslockerung um 25 Basispunkte auf 4,50% bewertete die OECD jedoch als Absicherung gegen noch bestehende Unsicherheiten. „Der Schritt sichert die Wirtschaft gegen die Abwärtsrisiken, die den kurzfristigen Ausblick verdunkeln, ab“, betonte die in Paris ansässige Institution. Konjunkturelle Abwärtsrisiken seien vor allem eine anhaltende Schwäche der Euroraum-Wirtschaft, fortgesetzt hohe Ölpreise wie auch ein stärkerer Preisverfall am Häusermarkt. Die britische Wirtschaft befindet sich seit Mitte vergangenen Jahres in einer Phase der Wachstumsabkühlung, vor allem der Industriesektor ist in einer schwachen Verfassung.

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