Öffentlicher Dienst
Beamte fordern sieben Prozent mehr Geld

Viele Jahre stieg die Arbeitszeit, ohne dass die Bezüge mithielten - jetzt hält der Beamtenbund einen kräftigen Gehaltsanstieg für berechtigt. Er unterstreicht die Forderung, indem er mit Konsequenzen droht.
  • 4

HB BERLIN. Der Deutsche Beamtenbund (DBB) fordert für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder mindestens sieben Prozent mehr Lohn. Damit werde die Gewerkschaft in die bevorstehende Tarifrunde gehen, sagte DBB-Bundesvorstand Rainer Wendt der "Neuen Osnabrücker Zeitung" laut Vorab-Bericht aus der Dienstag-Auhgabe. Die Zeit der Zurückhaltung sei vorbei.

Die Forderung entspreche auch den berechtigten Erwartungen der Mitglieder. Gerade die Beamten hätten in den vergangenen Jahren erhebliche Einkommensverluste bei verlängerter Wochen- und Lebensarbeitszeit hinnehmen müssen. Den Arbeitgebern drohe ein heißes Frühjahr, falls sie versuchen sollten, die angesichts der guten Wirtschaftslage maßvollen Forderungen der Gewerkschaften zu drücken, sagte Wendt dem Bericht zufolge weiter. "Die Länder müssen wissen, dass die Geduld der Beschäftigten zu Ende ist und die Stimmung auf Protest steht."

Niedersachsens Finanzminister Hartmut Möllring hatte im August erklärt, die Tarifbeschäftigten der Länder müssten in den kommenden Jahren mit stagnierenden Einkommen rechnen. Angesichts wachsender staatlicher Schulden müssten sich die Gewerkschaften in Mäßigung üben. "Wir müssen wir die Ausgabensteigerungen auf höchstens ein Prozent begrenzen", hatte Möllring gesagt. Er ist auch Vorsitzender der Tarifgemeinschaft der Länder, die im Januar 2011 Tarifverhandlungen mit den Gewerkschaften für die Landesangestellten beginnt.

Kommentare zu " Öffentlicher Dienst: Beamte fordern sieben Prozent mehr Geld"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • Nachdem in der gestrigen Aktuellen Kamera dem luxemburgischen Außenminister, wohl versehentlich, folgendes rausrutschte:

    "...Wo ich ein Problem habe, das ist, daß man mit dem dicken Hammer vorgeht: >Wir sagen, Vertrag wird geändert, dann müßt ihr gehorchen, und dann müßt ihr das so machen, wenn ihr's nicht so macht, steigen wir aus, dann könnt ihr sehen, was mit dem Euro geschieht..."

    dürfte sich diese Forderung wohl sehr bald in Wohlgefallen auflösen.

    Deutschland und Frankreich als Europas Kernnationen drohen den Ausstieg aus dem EURO und mittelbar das Ende des sog. Rettungsschirms an.

    Wie lange es wohl wohl noch dauert bis das an die Treasuries durchdringt? Egal! GfK sagt der Pöbel fühlt sich gut!

    AUFSCHWUNG! Hurra Hurra Hurra !

  • Wie dumm die Deutschen doch sind.Alles nur blendwerk der Politiker.Die laufen wie die Hühner gackernt und Aufgeregt durch den Reichstag,und kommen wie iMMER zu keinem vernünftigem für ALLE Aktzeptablen Ergebnis.Alt gegen Jung.Hartz4 gegen Arbeitnehmer-Migranten gegen Deutsche.Kranke gegen Gesunde.u.s.w-u.s.w.Das dumme Deutsche Wahlvieh läßt sich weiterhin schön verarschen von seinen gewählten Volksvertretern.Nicht der/die kleinen beamten in den behörden sind die Unkostenverursacher,sondern die Parteibonzen in berlin.Doppelter Sitz in berlin und bonn.Freiflüge Staatskarossen und noch vielerlei Vergünstigungen.Sitze in Aufsichtsräten oder Vorständen.Unterbringung bei GEZ und sonstigen Staatlichen Unternehmen sichern diesen Volksschädlingen ihre Pfründe.NiCHT der kleine beamte kostet Geld,es sind die ca.650 die im bundestag/bundesrat sitzen die uns Milliarden kosten.Pensionen jenseits von Gut und böse(schon nach 4 Jahren)sind es die uns Ruinieren.Mal HiNTER die Fassade blicken,und nicht Pauschal auf DiE bEAMTEN eindreschen.Das sollte der Deutsche Michel tun.

  • Warum eigentlich nur 7 %? So bekommt man die Lohn-Preis-Spirale nur schwerlich in Gang. Sollen doch die beamten gleich mit 25 % ins Rennen gehen. Verdient haben sie es allemal, schließlich bietet dieser Job außer recht guten bezügen nur Sicherheit, maßvolle Arbeitszeiten und geregelten Urlaub. Das kann doch nicht genug sein.

    UND, dass es paar dumme in der freien Wirtschaft ihre Haut zu markte tragen (müssen), kann man den beamten doch nicht zum Vorwurf machen. Schließlich ist der öffentliche Dienst inkl. der beamten in einer behördendiktatur wie der deutschen ab einem gewissen Punkt Selbstzweck. Da fragt dann keiner mehr, wer eigentlich von wem lebt. Alle greifen zu, regulieren und behindern. bis der Krug bricht und das Land untergeht.

    Weiter so. So hat sich 1988 - 1989 auch das Ende der DDR angefühlt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%