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Öffentlicher Dienst: Bsirske fordert „Ehrensold für Müllwerker“

Der Verdi-Chef will nach Milliarden-Hilfen für die Banken jetzt deutlich mehr Geld für Beschäftigte im öffentlichen Dienst sehen. Frank Bsirske droht mit Streiks und fordert „Ehrensold“ für Müllwerker und Krankenschwestern.

Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske in Berlin. Quelle: dpa
Der Verdi-Vorsitzende Frank Bsirske in Berlin. Quelle: dpa

BerlinKurz vor dem Start der Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst dringt Verdi-Chef Frank Bsirske auf ein schnelles Angebot der Arbeitgeber. Nötig sei ein verhandlungsfähiges Angebot bereits zu Beginn der Gespräche, forderte Bsirske am Donnerstag im rbb-Inforadio. Ansonsten könne es zu Streiks kommen, signalisierte er. Ob Verdi Arbeitsniederlegungen zur Durchsetzung der Gewerkschaftsforderungen nach 6,5-prozentigen Einkommensverbesserungen beschließen werde, „hängt in hohem Maße davon ab, was auf Arbeitgeberseite passiert“, sagte der Gewerkschaftschef. Er betonte, die Gewerkschaft wolle zügig zu einem Ergebnis kommen. Wenn die Arbeitgeber aber auf Zeit spielten oder gar auf ein Ergebnis in der Schlichtung setzten, „dann wird die entsprechende Antwort aus den Betrieben auch kommen“.

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Wer bekommt wie viel?

  • Oberarzt

    5 202 Euro - Beamter, 48 Jahre, A15, Stufe 6

  • Professor

    4 230 Euro - Beamter, W2, wohnhaft in Hessen, aktueller Stand

  • Polizeimeisterin

    2 329 Euro - Beamte, 29 Jahre, A7

  • Unteroffizier

    1 937 Euro - Beamter, 26 Jahre, einfacher Dienst, A5, Stufe 3

  • Arzt

    4 281 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, tätig an einem Universitätsklinkum, 34 Jahre, mit Berufserfahrung

  • Lehrer

    3 537 Euro - Angestellter im öffentlichen Dienst, an einem Gymnasium tätig, 32 Jahre, mit Berufserfahrung

  • Krankenschwester

    2 426 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 27 Jahre, mit Berufserfahrung

  • Müllerwerkerin

    2 093 Euro - Angestellte im öffentlichen Dienst, 45 Jahre, mit Berufserfahrung

Es sei jetzt an der Zeit für eine deutliche Reallohnerhöhung, so der Gewerkschaftschef am Donnerstag im ARD-„Morgenmagazin“: „Ehrensold für die Krankenschwestern, Ehrensold für die Müllwerker. Ich finde, die haben das verdient. Das ist die Losung, die jetzt in diesen Tarifverhandlungen ansteht.“

Öffentlicher Dienst Weder recht noch billig

Die Tarifforderung von Verdi für die Angestellten im öffentlichen Dienst ist überzogen, weil sie nicht die tatsächliche Leistung der Beschäftigten berücksichtigt.

Öffentlicher Dienst: Weder recht noch billig

Es gebe genügend Wege zur Finanzierung der geforderten Tariferhöhung. So sei Deutschland zum Beispiel bei der Besteuerung hoher Vermögen und Erbschaften noch immer eine „Steueroase“. Auch bei der tatsächlichen Besteuerung von Unternehmensgewinnen und Kapital sei Deutschland weiter ein „Niedrigsteuerland“. Gebührenerhöhungen der Gemeinden zur Finanzierung von höheren Einkommen im öffentlichen Dienst seien daher nicht nötig.

Die Tarifverhandlungen für rund zwei Millionen Beschäftigte im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen beginnen an diesem Donnerstag in Potsdam. Die Gewerkschaften fordern ein Plus von 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro. Die Arbeitgeber haben die Forderung bereits als zu hoch und unfinanzierbar zurückgewiesen, aber noch kein Angebot vorgelegt.

  • 02.03.2012, 11:50 UhrAnonymer Benutzer: 12345

    Weil Deutschland ein Selbstbedienungsladen ist..Merkel, Wulff, die ganze Polit-Brigade, der unglaublich produktive öffentliche Dienst: Alle wollen noch schnell was vom Kuchen abhaben, bevor er aufgegessen ist...von unseren uns wohl gesonnenen Nachbarn im Süden ganz zu schweigen!! Deutschland, wach endlich auf!!

  • 01.03.2012, 19:53 UhrAnonymer Benutzer: Nachwuchs

    Wann erhalten endlich Erzieher Ehrensold, finanziert von allen Politiker, die die Erzieher und deren Einsatz verachten, persönlich. Sie, die Politiker, haben die Deutschen vorsätzlich für ihr Vermögen ausgeplündert, bzw. machen es fortwährend.

  • 01.03.2012, 17:03 UhrAnonymer Benutzer: hurius

    irgendwie lustig, als direkte antwort auf "wulff". aber auch irgendwie kontrovers

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