Öffentlicher Dienst: Gemeindebund droht Verdi mit Personalabbau

Öffentlicher Dienst
Gemeindebund droht Verdi mit Personalabbau

Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) warnt die Gewerkschaft Verdi davor, durch übermäßige Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst eine Welle von Personalabbau und Privatisierungen in den Kommunen loszutreten.
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BerlinDer Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat die Gewerkschaft Verdi davor gewarnt, durch übermäßige Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst eine Welle von Personalabbau und Privatisierungen in den Kommunen loszutreten. „Unverhältnismäßige Mehrkosten müssten die Kommunen durch Streichung freiwilliger Leistungen, höhere Gebühren und Steuern oder Stellenabbau ausgleichen“, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). „Auch weitere Privatisierungen sind vorprogrammiert.“

Die Bundestarifkommission von Verdi will am Donnerstag die Tarifforderung für die rund zwei Millionen Beschäftigten der Kommunen und des Bundes beschließen. Im Vorfeld hatte Verdi als mögliche Größenordnung eine Bandbreite von sechs bis sieben Prozent ins Auge gefasst. Dies würde etwa der aktuellen Tarifforderung der IG Metall entsprechen, die in der Metall- und Elektroindustrie bis zu 6,5 Prozent mehr Geld verlangen will.

Landsberg gestand zu, dass die Beschäftigten „nicht für die Haushaltsmisere der Kommunen verantwortlich“ seien. „Sie erwarten zurecht eine Beteiligung am aktuellen Wirtschaftsaufschwung“, sagte er. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass Lohnsteigerungen am Ende von den Kommunen durch zusätzliche Kassenkredite finanziert werden müssten.

Zugleich wandte sich Landsberg gegen Forderungen, im öffentlichen Dienst auf den zunehmenden Fachkräftemangel mit beschleunigten die Lohnerhöhungen zu reagieren. Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst seien nicht nur sicher, sondern auch besonders familienfreundlich – daher verbiete sich ein direkter Lohnwettbewerb mit der Industrie. „Die Privatwirtschaft wird immer höhere Abschlüsse akzeptieren, da sie in Krisenzeiten auch schneller entlassen oder Arbeitsplätze zu Niedriglöhnen anbieten kann“, sagte Landsberg.

Dietrich Creutzburg
Dietrich Creutzburg
Handelsblatt / Korrespondent

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  • Im öffentlichen Dienst sollten vielleicht mal die Gehälter der unteren Lohngruppen erhöht werden und die hoch bezahlten Beamten machen ein Nullrunde. Das wäre vielleicht mal anzudenken

  • Abbau von Personal gibt es seit den letzten 20 Jahren, auch ohne Lohnsteigerung. Ist doch immer die selbe Gejammer der Arbeitgeber, sollen sie halt nich Billionen an die EU und das Großkapital zahlen, dann klappt es auch mit ein paar prozent mehr Lohn für den öffentlichen Dienst. Mit sowas wie bei der letzten Tarifrunde 0,5 % dann mal wieder 0,6 % auf fast 3 Jahre, brauchen die mir nicht mehr zu kommen. 3,5 % auf einen Sockelbeitrag von 30 - 40 €, Laufzeit 15 - 18 Monate das wäre o.k.

  • @ Warnung an Verdi...durch übermäßige Tariferhöhungen im öffentlichen Dienst eine Welle von Personalabbau und Privatisierungen in den Kommunen loszutreten.

    Personalabbau, Privatisierung?? Ich lach mich tot, Schulden werden halt gemacht, dass sich die Balken biegen. Irgendeiner zahlt die Tariferhöhungen dann schon, na wer wohl?
    Ähnliches hatten wir doch grad bei den Abgeordnetendiäten im Kraft"schen NRW, trotz jetzt schon ausufernder Verschuldung, notfalls werden die Hessen, BWler und Bayern vom BVG verdonnert zu zahlen.
    Wo ist eigentlich der Unterschied zu Deutschland/Griechenland?

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