Öffentlicher Dienst
Keine Zeichen der Annäherung

Dritte Verhandlungsrunde, zweite Tag. Die Gewerkschaften und die Arbeitgeber ringen weiter um die Entlohnung der zwei Millionen Beschäftigten. In den letzten Jahren war immer eine Schlichtung notwendig gewesen.
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PotsdamArbeitgeber und Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes haben in Potsdam ihre Tarifverhandlungen fortgesetzt.

Zum Auftakt der dritten Verhandlungsrunde gestern hatten die Arbeitgeber kein neues Angebot für die zwei Millionen Beschäftigen in den Kommunen und beim Bund vorgelegt.

Seit 2006 verhandeln Bund und Kommunen allein ohne die Länder über die Gehälter der Tarifbeschäftigten. Seitdem endeten die Tarifverhandlungen jedes Mal mit einem Schlichtungsverfahren.

Zwei Verhandlungsrunden waren zuletzt ergebnislos verlaufen. Wegen der hohen Beteiligung an den beiden Warnstreikwellen im Nahverkehr, Kitas und auf Flughäfen sehen die Gewerkschaften erheblichen Rückenwind für ihre Position. Die Gewerkschaften verlangen 6,5 Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro - bei einjähriger Laufzeit des Tarifvertrages. Die Arbeitgeber haben angeboten, die Gehälter mit einem Stufenmodell innerhalb von zwei Jahren um 3,3 Prozent anzuheben.

Kommt es auch bei der dritten Verhandlungsrunde nicht zu einem Ergebnis, wird erwartet, dass die Arbeitgeber die Schlichtung anrufen. Während die Schlichtungskommission tagt, gilt Friedenspflicht. Neue Streiks sind in dieser Zeit nicht möglich, so dass während der Ostertage nicht mit Verkehrsbeeinträchtigungen zu rechnen ist.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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