Länder wollen hart mit Verdi verhandeln

Öffentlicher Dienst
Länder wollen hart mit Verdi verhandeln

Den Lohnforderungen der Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst wollen die Länder nicht nachkommen. SPD-Politiker Bullerjahn will vor allem den Lehrern nicht mehr Geld zahlen. Sie würden bereits sehr gut bezahlt.
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BerlinZu Beginn der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst haben die Länder die Forderungen der Gewerkschaften harsch zurückgewiesen. „Verdi fordert 6,5 Prozent bei einer Laufzeit von nur einem Jahr. Das kann man angesichts der Haushalte der Länder niemandem vermitteln“, sagte ihr Verhandlungsführer, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

Vor allem die kurze Laufzeit bereite ihm Kopfschmerzen. „Die Länder würden gerne einen Tarifvertrag abschließen mit einer Laufzeit von mindestens zwei Jahren. Sonst beginnt ja nach dem Abschluss sofort wieder die nächste Runde“, sagte Bullerjahn.

Dass vor allem die Lehrer höhere Gehälter fordern, findet der SPD-Politiker nicht gerechtfertigt. „Deutschland hat die bestbezahlten Lehrer auf der ganzen Welt“, sagte er. Bullerjahn verlangte, dass die Kosten für die geforderte neue Gehaltsstruktur für Lehrer auf die Lohnerhöhungen in anderen Bereichen angerechnet werden.

„Ich höre auch innerhalb der Gewerkschaften den Vorwurf an die GEW, dass sie mit ihren übertriebenen Forderungen in Kauf nimmt, dass die Gehälter für andere Berufe weniger stark steigen“, sagte Bullerjahn. Dies müssten die Gewerkschaften untereinander klären, sagte er.

Kommentare zu "Länder wollen hart mit Verdi verhandeln"

Alle Kommentare
  • Jens Bullerjahn (SPD): „Deutschland hat die bestbezahlten Lehrer auf der ganzen Welt.“ ...vermutlich auch die mit den meisten Ferien und dem geringsten Arbeitsaufwand. Aus Sicht eines angestellten Steuerzahlers in der Privatwirtschaft ist der öffentlich finanzierte Lehrermüßiggang schlichtweg eine Provokation. Wenn man es nicht besser wüsste, drängt sich manchmal der Verdacht auf man hat es mit verdeckter Arbeitslosigkeit zu tun.

  • Was das Argument "bestbezahlt" angeht, genügt ein Blick auf die Gehaltstabellen und auf vergleichbare Berufe, dass dem bei weitem nicht so ist. Lehrergehälter liegen im unteren Mittelfeld. Dem angestellten Steuerzahler, der nach Schröder-Manier "Lehrermüßigang" unterstellt, merkt man an, dass er wenig Einblick in die Arbeitswelt- und die Bedingungen des Lehrerberufs hat.

  • Sehr interessant! Bevor man so einen Unsinn schreibt, sollte man sich erstmal richtig informieren.

  • Alles scharfsinnige & objektive Beobachtungen in meinem nächsten sozialen Umfeld!

    btw Navarino ...Betroffene Hunde bellen!

  • Das viele Lehrer oft zuviel Geld entsprechend ihrer Leistung erhalten, steht wohl ausser Frage. Soviel Freizeit hatte in der DDR kein Lehrer. Nur mal so neben bei. Warum bekommen Kinder eigentlich keine Hausaufgaben mehr, um den Stoff aus dem Unterricht zu festigen?! Weil die Lehrer keine Lust haben diese auch noch zu Hause zu kontrollieren! Da fängt das miserable Bildungssystem an!!

    Es geht aber gar nicht um die Lehrer, sondern allgemein um den ÖD! Und auch in der Verwaltung stinkt es zum Himmel mit den Gehältern!! Da würde ich doch eher den Lehrern noch etwas mehr gönnen, wenn sie die Kinder mehr unterstützen (Hausaufgaben), fördern würden!

    Während in den Verwaltungen der Kommunen wahrlich so manch ein Mitarbeiter eine ruhige "Kugel" schiebt. Papier ist halt geduldig!!

    Die Argumentation von dem Herrn aus der SPD ist falsch! Wenn der Staat schon überschuldet ist, dann bitte MUß DER ÖD AUCH ÜBERALL SPAREN!! Das bedeutet auch bei den Politikern, dem Bundestag usw.!! Diese aber nehmen sich das recht heraus, sich einfach frei nach Lust und Laune zu bedienen!! Und das ist der allergrößte Skandal!! Wenn ich mich recht erninnere hat die LINKE da eine Ausnahme gemacht und sich als einzigste Partei keine Diäten erhöht?!

    Der ÖD ist zu aufgebläht, arrogant und zu hoch bezahlt. Das ist das eigentlich Dilemma. Denn in nächster Zeit werden jede Menge Pensionen fällig. Was den Staat wohl noch mehr in die Verschuldung treibt.

    Ach ja...wer setzt sich eigentlich für die armen Hartz 4 Bezieher ein?!! Nicht einmal die Gewerkschaft hat dies nötig. Auch wenn man selber noch eine Mitgliedschaft vorweisen kann!! Das kenne ich von einem Beispiel aus dem Bekanntenkreis!

  • "Die Lehrer" sind immer die Sau, die für die Beamten gern durch's Dorf getrieben werden.:-)
    Haben Lehrer eine eigene Besoldungsordnung, oder stellen sie gar die Mehreit der Staatsbediensteten" geschweige denn der Beamten dar?
    Bitte mal nachhaken.

    Irgenwie sind mir Beamte, Staatsangestellte und -arbeiter tausendmal produktiver als diejenigen, die ganz nah am Trop der Steuerzahler hängen und sich selbst bedienen dürfen (ich nenne sie jetzt nicht nach Funktionen)

    Und ja, es gibt auch Beamte mit nichtakademischer Berufsausbildung, aber die verdienen nicht mehr als "draußen" und können wohl kaum mit einem Lehrer verglichen werden.

    Und nach meinen Recherchen könnte ich noch viel Pro und Contra zu wirklich benötigten Beamten hier aufführen,
    aber das Thema wirkt wie eine Neiddebatte. Komischerweise hat in meinem Bekanntenkreis fast niemand diese Laufbahn eigeschlagen, auch ich blöderweise nicht, weil ich damals nur Geldverdienen im Kopf hatte und mich nie lebenslänglich binden wollte.

  • @ hmm,
    dann drehen wir doch einfach den Spieß um
    JEDER Einkunftsbezieher ist "Beamter".
    Da die Pension als Manna von Himmel fällt ist die Menge wohl unbedeutend.
    -Oder-
    JEDER Einkunftsbezieher ist "kein "Beamter". Womit jeder in Prozentpunkte in das Sozialnetz einbezahlt.
    Welche "Hunde" heulen jetzt wohl auf?!

  • Einst waren die Beamten -jedenfalls im Kaiserreich-die Ärmsten. Heute haben die Beamten das höchste pro Kopf Einkommen aller Arbeitnehmer. (...) Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Es ist das letzte
    da ist die firma staat pleite
    aber wen kümmert es
    wir wollen trotzdem mehr
    die karstadt mitarbeiterinnen und und und waren auch unschuldig und trotzdem mußten sie lohnverzicht üben
    doch die beamten
    unsere firma ist pleite - doch wir wollen mehr
    ich plädiere für einkommenskürzungen - 50 % wäre angemessen

  • aber hallo
    der mittagsschlaf ist wohl heute zu kurz geraten

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