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Öffentlicher Dienst: Länder wollen hart mit Verdi verhandeln

exklusivDen Lohnforderungen der Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst wollen die Länder nicht nachkommen. SPD-Politiker Bullerjahn will vor allem den Lehrern nicht mehr Geld zahlen. Sie würden bereits sehr gut bezahlt.

Jens Bullerjahn (SPD): „Deutschland hat die bestbezahlten Lehrer auf der ganzen Welt.“ Quelle: dpa
Jens Bullerjahn (SPD): „Deutschland hat die bestbezahlten Lehrer auf der ganzen Welt.“ Quelle: dpa

BerlinZu Beginn der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst haben die Länder die Forderungen der Gewerkschaften harsch zurückgewiesen. „Verdi fordert 6,5 Prozent bei einer Laufzeit von nur einem Jahr. Das kann man angesichts der Haushalte der Länder niemandem vermitteln“, sagte ihr Verhandlungsführer, Sachsen-Anhalts Finanzminister Jens Bullerjahn (SPD), dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe).

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Vor allem die kurze Laufzeit bereite ihm Kopfschmerzen. „Die Länder würden gerne einen Tarifvertrag abschließen mit einer Laufzeit von mindestens zwei Jahren. Sonst beginnt ja nach dem Abschluss sofort wieder die nächste Runde“, sagte Bullerjahn.

Landespolitik

Dass vor allem die Lehrer höhere Gehälter fordern, findet der SPD-Politiker nicht gerechtfertigt. „Deutschland hat die bestbezahlten Lehrer auf der ganzen Welt“, sagte er. Bullerjahn verlangte, dass die Kosten für die geforderte neue Gehaltsstruktur für Lehrer auf die Lohnerhöhungen in anderen Bereichen angerechnet werden.

„Ich höre auch innerhalb der Gewerkschaften den Vorwurf an die GEW, dass sie mit ihren übertriebenen Forderungen in Kauf nimmt, dass die Gehälter für andere Berufe weniger stark steigen“, sagte Bullerjahn. Dies müssten die Gewerkschaften untereinander klären, sagte er.

  • 30.01.2013, 20:11 Uhrbierbernd

    Jens Bullerjahn (SPD): „Deutschland hat die bestbezahlten Lehrer auf der ganzen Welt.“ ...vermutlich auch die mit den meisten Ferien und dem geringsten Arbeitsaufwand. Aus Sicht eines angestellten Steuerzahlers in der Privatwirtschaft ist der öffentlich finanzierte Lehrermüßiggang schlichtweg eine Provokation. Wenn man es nicht besser wüsste, drängt sich manchmal der Verdacht auf man hat es mit verdeckter Arbeitslosigkeit zu tun.

  • 30.01.2013, 20:28 UhrLehrer

    Was das Argument "bestbezahlt" angeht, genügt ein Blick auf die Gehaltstabellen und auf vergleichbare Berufe, dass dem bei weitem nicht so ist. Lehrergehälter liegen im unteren Mittelfeld. Dem angestellten Steuerzahler, der nach Schröder-Manier "Lehrermüßigang" unterstellt, merkt man an, dass er wenig Einblick in die Arbeitswelt- und die Bedingungen des Lehrerberufs hat.

  • 30.01.2013, 20:30 UhrNavarino

    Sehr interessant! Bevor man so einen Unsinn schreibt, sollte man sich erstmal richtig informieren.

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