Öffentlicher Dienst
Neue Auseinandersetzungen im Tarifstreit

Die Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi hat dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst der Länder zugestimmt – mit großer Mehrheit.

HB POTSDAM. Von 93 anwesenden Mitgliedern stimmten am Samstag 75 für die Abmachung, 13 dagegen, fünf enthielten sich. Das teilte der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft, Frank Bsirske, in Potsdam mit.

Auch die Tarifkommission der Tarifunion des Beamtenbundes (dbb) stimmte zu. Unterdessen verschärfte sich der Konflikt von Verdi mit der Ärzteorganisation Marburger Bund über den Geltungsbereich des Tarifwerks.

Die beiden Gewerkschaften hatten am Freitag nach schwierigen Verhandlungen mit der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) einen Kompromiss gefunden und damit den 14-wöchigen Arbeitskampf in den Ländern beendet. In einer Urabstimmung werden jetzt noch die Verdi- Mitglieder befragt.

Zu dem eskalierenden Streit mit den Ärzten sagte Bsirske, der Tarifvertrag sei eine Gesamtlösung für alle Beschäftigten. Er werde auch den berechtigten Interessen der Mediziner Ärzte gerecht. Ihre Arbeitsbedingungen würden verbessert, ihre Gehälter angehoben und die Bereitschaftsdienste begrenzt. Das Gehalt eines jungen, ledigen Arztes steige im Vergleich zum alten Bundesangestelltentarif um 10 Prozent, das eines älteren um 6 Prozent.

Das Krankenhaus sei ein System, das nur bei Kooperation aller Berufsgruppen funktioniere, sagte Bsirske. Er halte es deshalb für sinnvoll, wenn der Marburger Bund den Vertrag akzeptiere. Die Ärztegewerkschaft will den Potsdamer Abschluss aber nicht anerkennen und pocht auf eine Sonderregelung.

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