Öffentlicher Dienst streikt: Erneut zehntausende Angestellte im Ausstand

Öffentlicher Dienst streikt
Erneut zehntausende Angestellte im Ausstand

Die Warnstreiks im Öffentlichen Dienst gehen auch am Donnerstag weiter: Rund 37.000 Menschen gingen bundesweit auf die Straßen statt zur Arbeit. Verdi warnt vor einer Eskalation in der laufenden Tarifrunde.
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Berlin/FrankfurtAm Donnerstag haben sich erneut zahlreiche Angestellte des Öffentlichen Dienstes der Länder an Warnstreiks beteiligt. Wie die Gewerkschaften Verdi und GEW in Berlin und Frankfurt am Main mitteilten, folgten rund 37.000 Beschäftigte unter anderem in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz dem Aufruf.

Die Angestellten streiken seit Tagen bundesweit, um vor der nächsten Verhandlungsrunde der Tarifgespräche mit den Arbeitgebern Druck aufzubauen. Den Gewerkschaften zufolge kam es unter anderem in Krankenhäusern, Straßenmeistereien, Verwaltungen sowie bei Hochschulen, Schulen, Polizei und Feuerwehr zu Warnstreiks.

Verdi-Bundesvorstandsmitglied Achim Meerkamp warnte die Länderseite am Donnerstag vor einer Eskalation in der laufenden Tarifrunde. Sie wolle Betriebsrenten um 20 Prozent kürzen und trotz steigender Steuereinnahmen kein „verhandlungsfähiges Angebot“ vorlegen.

Die Arbeitsniederlegungen gehen laut Verdi auch am Freitag weiter. Dann sollen Baden-Württemberg und Bayern die Schwerpunkte sein. In dem Tarifkonflikt geht es um die Einkommen von rund 800.000 Beschäftigten in allen Bundesländern bis auf Hessen, das seit einigen Jahren einen eigenen Tarifvertrag hat.

Die Gewerkschaften fordern eine Entgelterhöhung von 5,5 Prozent, mindestens aber 175 Euro pro Monat mehr. Angestellte Lehrkräfte sollen zudem einen Tarifvertrag bekommen. Die Gespräche gehen Anfang kommender Woche weiter. Es ist bereits die dritte Verhandlungsrunde.

afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Öffentlicher Dienst streikt: Erneut zehntausende Angestellte im Ausstand"

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  • Es würde Sinn machen, wenn ein Streik "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" grundsätzlich umgesetzt würde:
    JEDER pflichtversicherte Einkunftsbezieher wird entweder zum Beamten ernannt, oder JEDER Beamte wird zum pflichtversicherten Einkunftsbezieher eingestuft.
    Bei unverändert über zwei Billionen EURO Staatsschulden eigentlich die einzige sinnvolle Lösung für alle.
    Natürlich sind auch Renten- und Pensionsbezieher eingebunden, womit sogar eine mathematische Unmöglichkeit einer Seite endlich ausgemezt würde.
    Warum kommen Gewerkschaften nicht auf das Nächstliegende für ALLE Einkunftsbezieher?!

  • Seltsam, Angestellte des öff. sind im Streik, weil sie nicht menschlich entlohnt werden. Wann streiken Politiekr? Nie, da Sie sich ihr Geld unverschämter-/unverdienterweise einfach nehmen!!!!

  • Die Gewerkschaften sind, nicht nur in diesem Falle, die alleinigen Nutznießer, da sich die Beiträge nach der Lohnhöhe richtet. Ein Risiko gehen die Bonzen nicht im geringsten ein, aber sie sichern und bauen ihre eigenen Pfründe aus.
    Wenn ein Betrieb insolvent wird, egal, Mund abwischen und die Karawane zieht weiter.

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