Öffentlicher Dienst
Tausende Beschäftigte streiken

Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben am Dienstag in zahlreichen Bundesländern erneut Warnstreiks begonnen. Die Gewerkschaften wollen so den Druck auf die Arbeitgeber weiter ehöhen.

HB FRANKFURT. Wenige Tage vor der nächsten Verhandlungsrunde im öffentlichen Dienst haben die Gewerkschaften mit Warnstreiks den Druck auf die Arbeitgeber erhöht. Tausende Beschäftigte von Kindertagesstätten, Stadtverwaltungen, Entsorgungsbetrieben und vielen anderen öffentlichen Einrichtungen legten am Dienstagvormittag die Arbeit nieder. Allein in Nordrhein-Westfalen forderte Verdi rund 16 000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes zu Warnstreiks auf. In Bremen rechnete die Gewerkschaft mit 3 000 Streikenden, in Hannover wurden 2 500 Teilnehmer erwartet.

Die ersten Betriebe wurden laut Verdi bereits um 06.00 Uhr bestreikt. In Schleswig-Holstein beteiligten sich am Vormittag rund 2 000 Menschen an Warnstreiks und Kundgebungen, darunter viele Mitarbeiter von Kitas und kommunalen Verwaltungen. „Die Stimmung ist gut, die Leute sind kampfeswillig“, sagte ver.di-Landeschef Rüdiger Timmermann der AP.

In Nordrhein-Westfalen sind nach Angaben der Gewerkschaft neben Rathäusern und Kreisverwaltungen auch Kindergärten, Sparkassen, Entsorgungsbetriebe, Jobcenter und Schwimmbäder betroffen. Dort sollten mehr als 150 Verwaltungen und Betrieben bestreikt werden. Zu einer zentralen Kundgebung in Dortmund wurden mehrere tausend Menschen erwartet.

Auch in Bayern waren nach Angaben der Gewerkschaft am Vormittag zahlreiche kommunale Betriebe sowie einzelne Dienststellen der Bundeswehr im Ausstand. Insgesamt sollten sich im Verlauf des Tages 50 Betriebe und 2 000 Angestellte am Arbeitskampf beteiligen. „Ich habe zwar erst bruchstückhafte Rückmeldungen, aber es sieht danach aus, dass wir das Ziel erreichen, eher sogar übertreffen werden“, sagte ver.di-Tarifkoordinator Norbert Flach.

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