Öffentlicher Dienst
Verdi will fünf Prozent mehr Lohn

Die Dienstleistungs-Gewerkschaft Verdi und der Beamtenbund fordern für die rund zwei Millionen Kommunal- und Bundesbediensteten im öffentlichen Dienst fünf Prozent mehr Geld. Das gab Verdi-Chef Frank Bsirske am Dienstag in Berlin bekannt.
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HB BERLIN. Diese abgestimmte Gesamtforderung für 2010 bestehe aus einer „spürbaren Gehaltserhöhung“ mit einer sozialen Komponente und „verschiedenen qualitativen Tarifverbesserungen“, teilten Verdi und dbb am Dienstag in Berlin mit. Sie schlagen eine Laufzeit bis Ende 2010 vor.

Die Verhandlungen für die rund 1,2 Mio. Angestellte des Bundes und der Kommunen sollen am 13. Januar in Potsdam beginnen. Ein Abschluss wäre auch wegweisend für den mittelbaren öffentlichen Dienst wie Wohlfahrtsverbände und Bundesagentur für Arbeit. Der dbb spricht daher von insgesamt 2,1 Mio. betroffenen Arbeitnehmern. Für die Angestellten der Länder gilt ein eigener Tarifvertrag - sie sind also von der anstehenden Verhandlungsrunde nicht betroffen.

Eine lineare Forderung nannten die Gewerkschaften nicht. Es komme auf das Gesamtpaket an, hieß es. Der dbb nannte hier unter anderem die Verbesserung von Aufstiegs- und Beförderungsmöglichkeiten, die Fortsetzung von Altersteilzeitmodellen und die Übernahme von Auszubildenden. Verdi will unter anderem auch die Angleichung des Tarifrechts für die neuen Bundesländer auf Westniveau ansprechen. Verdi-Chef Frank Bsirske sagte, spürbare Lohnerhöhungen seien gerade in der wirtschaftlichen Krise nötig, um die Binnennachfrage zu stärken.

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