Öffentlicher Dienst
Warnstreiks in weiteren Bundesländern

Die Gewerkschaft ver.di hat wieder zehntausende Beschäftigte des öffentlichen Dienstes zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Am Donnerstag könnte es zu Behinderungen in sechs Bundesländern kommen.
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BerlinDie Warnstreiks im öffentlichen Dienst sorgen am heutigen Donnerstag für Behinderungen in Baden-Württemberg, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Rheinland-Pfalz. Die Gewerkschaft ver.di hat wie an den vergangenen Tagen Zehntausende Beschäftigte zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen, um der Forderung nach 6,5 Prozent mehr Gehalt Nachdruck zu verleihen.

Zudem haben die Kommunalgewerkschaft komba und die dbb tarifunion in Frankenthal (Rheinland-Pfalz) eine Warnstreikaktion geplant. Ver.di zufolge haben sich in dieser Woche bereits 138.000 Beschäftigte an den Warnstreiks beteiligt. Am Mittwoch hätten in Nordrhein-Westfalen und in Berlin rund 80.000 Beschäftigte die Arbeit niedergelegt.

Der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske drohte den Arbeitgebern derweil mit dem größten Arbeitskampf seit zwei Jahrzehnten. Wenn die entscheidende Verhandlungsrunde in der kommenden Woche nicht zu einem akzeptablen Ergebnis führe, „dann heißt es Urabstimmung und Arbeitskampf“, sagte er am Mittwoch in Köln.

Die kommunalen Arbeitgeber streben in der dritten Verhandlungsrunde am 28. und 29. März in Potsdam eine Einigung an und fordern Kompromissbereitschaft von den Gewerkschaften. „Wir wollen einen Abschluss“, sagte ihr Verhandlungsführer Manfred Hoffmann. Beide Seiten müssten sich aufeinander zu bewegen. „Die Arbeitgeber sind dazu bereit“, sagte er. Ein weiteres Angebot werde es nicht geben. Die Arbeitgeber bieten bislang 3,3 Prozent Lohnsteigerung über zwei Jahre.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Öffentlicher Dienst: Warnstreiks in weiteren Bundesländern"

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  • Also wenn ich hier so einiges lese, wird mir ganz anders.
    Diese Streiks gehen mir persönlich noch nicht weit genug. Die sidn doch harmlos
    Habt Ihr denn mal mit einem Bus- oder Straßenbahnfahrer gesprochen was der so verdient?
    Also Leute mal ein bißchen mehr Verständnis wäre angebracht. Wie wäre es denn mal mit Solidarität?
    Auf diesen Leuten rumhacken, aber selber auch mehr Lohn wollen, das paßt nicht
    Mal darüber nachgedacht, dass auch Ihr von den Gewerkschaften profitiert, auch wenn Ihr kein Mitglied seid?
    Denn wenn mehr Löhne ausgehandelt werden, profitieren alle. Denn dann bekommen solche Mauler auch mehr, komich, nicht wahr?
    Diese Streiks sind doch harmlos, da kenne ich noch ganz andere. Da blieb der Müll drei Wochen liegen.

  • Vom Gesetzgeber verbieten?
    Dann hätten wir Diktatur.
    Und die Mehrheit der Bevölkerung hat Verständnis für die Streiks.
    Bei uns war gestern alles lahmgelegt und die Pendler nach Düsseldorf oder Duisburg etc. waren davon enorm betroffen.
    Aber gemault hat keiner.

  • Man kann hier immer wieder nur den Kopf schütteln ob der teilweise unqualifizerten Aussagen einiger HB-Leser. Warum wird immer wieder nur auf den AN des ÖD herumgehackt wenn sie streiken. Wenn in anderen Berufssparten und -branchen gestreikt wird ist das völlig in Ordnung, keiner regt sich darüber auf !
    Bekommen den die AN des ÖD ihr Brot, ihre Wurst und Getränke etc. zu günstigeren Konditionen wie jeder andere AN und Steuerzahler ? NEIN !! Warum also dürfen dann AN des ÖD nicht auch für bessere Bezahlung kämpfen. Seit Jahren sind die Abschlüsse im ÖD so gering, dass kein Inflationsausgleich geschaffen wird, ja jedesmal muß der AN des ÖD einen Reallohnverlust akzeptieren !! Und das bei ständig steigenden Lebenshaltungskosten !! Vielleicht sollten die vielen unqualifizierten Schreiber hier dies mal berücksichtigen !

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