Öffnung des Jobmarktes
Finanzpolizei soll nach Schwarzarbeitern aus Osteuropa fahnden

Mit der Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Osteuropäer am 1. Mai wächst die Angst vor Lohndumping und Kriminalität. Die Gewerkschaft der Polizei fordert nun sogar die Einführung einer Bundesfinanzpolizei.
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BerlinDie Öffnung des deutschen Arbeitsmarktes für Mittel- und Osteuropäer nährt Ängste vor einer massenhaften Zuwanderung. Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) befürchtet einen Zuwachs von Schwarzarbeit, Schmuggel und Geldwäsche - und fordert die Gründung einer Bundesfinanzpolizei nach italienischem Vorbild. Alle Vollzugsbereiche des Zolls wie die Fahndung, der Grenzaufsichtsdienst und die Finanzkontrolle Schwarzarbeit sollten in der neuen Behörde gebündelt werden. So könne besser gegen Finanz-, Wirtschafts- und Betrugskriminalität vorgegangen werden.

Dabei dürfte die Zuwanderung in den nächsten Jahren nur moderat ausfallen, schätzen Wissenschaftler des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW). Bis zu rund 1,2 Millionen Menschen ziehe es bis 2020 per Saldo nach Deutschland, um erstmals ohne jegliche Beschränkungen eine Arbeit aufzunehmen, heißt es in einer am Dienstag veröffentlichten Studie des arbeitgebernahen Instituts. 2011 und 2012 dürften es etwa 800.000 Menschen seien, danach werde der Zustrom merklich abebben. Insgesamt sei die Zuwanderung vergleichweise gering. In den 90er Jahren seien etwa 3,3 Millionen Menschen eingewandert. 

Am 1. Mai fällt die letzte Schranke zum deutschen Arbeitsmarkt: Sieben Jahre nach ihrem Beitritt zur Europäischen Union (EU) dürfen die Bürger aus acht Staaten in Ost- und Mitteleuropa (Estland, Litauen, Lettland, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn) ohne jede Einschränkung zum Arbeiten nach Deutschland kommen. Während Gewerkschaften mit Teilen der SPD vor Lohndumping durch Billigarbeitskräfte warnen, sehen Forscher und Wirtschaft vor allem Möglichkeiten, Fachkräfte anzuwerben. 

Die sogenannte volle Arbeitnehmerfreizügigkeit kann Deutschland nach Worten von IW-Direktor Michael Hüther doppelt helfen. „Gerade während des aktuellen Aufschwungs werden zusätzliche Arbeitskräfte gebraucht.“ Zudem könnten gut qualifizierte Experten aus Ost- und Mitteleuropa den wachsenden Mangel an Fachkräften in Deutschland etwas mildern. 

Viele Beschäftigte hierzulande sind nach einer IW-Umfrage aber skeptisch: 40 Prozent aller Befragten befürchten, dass sich die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit auf den eigenen Arbeitsplatz negativ auswirken wird. „Der deutsche Arbeitsmarkt wird in der Lage sein, diesen Zustrom problemlos zu verkraften“, besänftigt IW-Arbeitsmarkt-Experte Holger Schäfer in der Wirtschaftszeitung „Euro am Sonntag“ die Ängste. 

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  • die haben keine zeit sich zu schämen, die können vor lachen nicht einschlafen. Ob LB, ob Konzerne überall wo man in DE hinschaut läuft das nach den selben Schema ab abzocken sich Aufsichtsratsposten schaffen Verbandelung politik/wirtschaft herstellen und sich an die Bereicherungsspitze setzen. Sich dann wie ein Parasit auf kosten anderer sich auf hohen Nivau durchfüttern zu lassen. Einmal in dieser Position brauchste keinen Leistungsnachweis erbringen, das geschaffene System versorgt dich jahrelang vortreflich, funktioniert noch besser mit einen freien Arbeitsmarkt.

  • Sie haben es erfaßt.
    Und ich stelle mir noch eine weitere Frage:
    warum strömen die ausschließlich nach Deutscland?
    Warum gehen die nicht auch nach Finnland, Schweden, Dänemakr usw?
    Ich habe so das Gefühl, die werden hier kurz arbeiten und dann sich in die Sozialsysteme begeben.
    Was das jetzt gemacht wird, so fürchte ich, wird unter Umständen Krawalle auslösen, wenn die Deutschen erst einmal merken, dass es wieder zu ihren Lasten geht
    Hinzu kommt, dass dem deutschen Markt wieder jede Menge Geld entzogen wird, denn gerade die Polen, werden ihr hier erarbeitetes Geld nicht hir sondern in Polen ausgeben.
    Deutschland ist nicht mehr zu helfen

  • Richtig: Schweden, Finnen, Dänen kommen nicht zu uns, da es ihnen in ihre Ländern deutlich besser geht.
    Hierzulande können die Löhne ja nicht tief genug fallen.
    Vor 20 Jharen konnte man mit 500 Euro auskommen, heuet reichen 1000 Euro kaum. Und viele verdienen - trotz Vollzeit- nicht mal das oder wenig mehr.

    Deutschland (vor allem Arbeitgeber, Politiker und BA/Job-Center), schäm dich.

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